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Der verunglückte Bergsteiger Park Young-seok  open the window of AOD

2011-11-04

Der prominente koreanische Bergsteiger Park Young-seok ist tot. Park und zwei Kollegen gelten seit ihrem Anstieg des 8901 Meter hohen Annapurna im Hiamalaya-Gebirge als vermisst. In ihrem letzten Funkspruch an das Basislager teilten sie mit, dass sie sich angesichts des schlechten Wetters und Steinschlags zum Abstieg entschlossen hätten. Zehn Tage lang wurde nach ihnen vergeblich gesucht. Am Donnerstag hatten Freunde und andere Bergsportler bei einer Gedenkzeremonie in Seoul Abschied von den drei Männern genommen.

Park galt als Vorbild, der sich schwierigen Herausforderungen stellte. Er war der erste Bergsteiger, der den sogenannten Abenteuer-Grand Slam schaffte. Das heißt, dass er die 14 höchsten Berge über 8000 Meter, die jeweils höchsten Berge der sieben Kontinente, die sogenannten Seven Summits, erkletterte sowie den Nord- und Südpol erreichte. Er setzte damit als Asiate ein Zeichen auf dem von westlichen Bergsportlern dominierten Gebiet der Expedition und des Bergsteigens. Park, der 1963 geboren wurde, bestieg 1993 als erster Koreaner den Mount Everest ohne Sauerstofftank. In nur acht Jahren und zwei Monaten schaffte er die 14 Achttausender des Himalaya. Das brachte ihm einen Eintrag im Guiness-Buch der Rekorde ein.

Doch auch nach seinem Grand Slam ruhte er nicht. Er brachte eine neue Expedition auf den Weg, um für seine einheimischen Kollegen “koreanische Routen” im Himalaya zu finden. Vor zwei Jahren bestieg Park einen neuen Kletterweg auf der südwestliche Flanke des Mount Everest und benannte den Weg die “koreanische Strecke”. Im vergangenen Monat wollten Park und zwei Kollegen dann eine neue Route auf der Südflanke des Annapurna gehen. Das Finden neuer Wege zum Gipfel eines Bergs war ihm als Alpinist wichtig. Er ging dabei immer wieder an die körperlichen Grenzen.

Neben Park verlor die koreanische Bergsteigergemeinschaft zwei weitere Kollegen, und zwar Shin Dong-min und Kang Ki-suk. Ihr Sportsgeist und Abenteuerdrang bleiben eine Quelle der Ermutigung für alle Koreaner. Diese verloren mit Park einen ihrer Helden. Mögen Park und seine verunglückten Kollegen in Frieden ruhen.

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