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Teil 4: IT-Konvergenz für mehr Wachstum in der Zukunft

Das wichtigste Gesprächsthema für den Wirtschaftsaufschwung Koreas im Jahr 2009 stellen die neuen Wachstumsmotoren der Republik Korea dar. Darin nimmt die Konvergenz zwischen der Informationstechnologie und anderen Industriebereichen einen wichtigen Platz ein und zieht für das künftige Wirtschaftswachstum Koreas die Aufmerksamkeit auf sich.

Auf die IT-Konvergenz als ein neuer Wachstumsmotor der Republik Korea richtet sich große Hoffnung. Vor allem findet die RFID-Technik als eine der Kerntechnologien der IT-Konvergenz in unserem Alltag breite Verwendung. RFID steht für Radio Frequency Identification und bedeutet Identifizierung mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen. Ein Paradebeispiel dafür ist das Abwicklungssystem von Fluggepäck. Mithilfe von RFID-Etiketten an Gepäckstücken wird das Fluggepäck sicher transportiert. Auch für die Restaurierung des im Februar 2008 durch einen Brand zerstörten Sungnyemun-Tors wird die RFID-Technik eingesetzt. Hält man an den an den 3.000 Bauteilen angebrachten RFID-Tag das Lesegerät, erscheinen auf dem Computer-Bildschirm verschiedene Informationen, zum Beispiel darüber, in welcher Gestalt und Lage das betreffende Bauteil nach dem Brand gefunden wurde, und welchen Namen das Bauteil hat. Durch die wirkungsvolle Datenverwaltung kann die Effizienz der Restaurierungsarbeiten erhöht werden.




Unter den IT-Technologien, die zur Datenverarbeitung dienen, wird in RFID in Konvergenz mit der Logistikindustrie die größte Erwartung gesetzt. RFID ist eine Technologie, die eine automatische Erkennung durch mobile Frequenzen ermöglicht. Informationen werden über ein allgegenwärtiges Sensornetz, Ubiquitous Sensor Network, kurz USN, gesammelt. Die RFID-Technik spielt nicht nur die Rolle einer elektronischen Kennzeichnung, die zum Beispiel den Barcode ersetzt, sondern kann in einem noch vielfältigeren und breiteren Bereich Verwendung finden. Sensoren wie RFID dienen als Kerntechnologie der IT-Konvergenz, die in der künftigen Gesellschaft die Qualität unseres Lebens noch weiter erhöhen kann.

Die IT-Konvergenz, die die Informationen erkennt und kontrolliert, ermöglicht die Schaffung einer hochmodernen Stadt der Zukunft. Das kluge Schlafzimmer kontrolliert über Nacht meine Gesundheit, schaltet bei Sonnenaufgang das Licht an und kümmert sich um meinen Tagesplan. In der Küche werden die gewünschten Gerichte gekocht, und der Tisch wird gedeckt, auch nur wenn man an bestimmte Gerichte denkt. Hält man die Hand an die Gerichte, gibt der Tisch die Kalorien der betreffenden Gerichte an und hilft einem damit bei der Gewichtskontrolle. Die Ubiquitous-Gesellschaft wird in der nicht weit entfernten Zukunft unser Leben noch sicherer und bequemer machen. Wie die Luft, die unsichtbar ist aber immer bei uns existiert, ist die Informationstechnologie in unserem Alltag verschmolzen.



Halbleiter wird als eine der besten Entdeckungen des 20sten Jahrhunderts betrachtet. Überall in unserer Umgebung findet Halbleiter Verwendung. Es gibt grob zwei Typen von Halbleitern. Einmal die Halbleiterspeicher wie DRAM und Flash-Speicher, die Daten speichern. Dann gibt es Halbleitersysteme, die informationen und elektronische Mechanismen kontrollieren und Rechenschritte ausführen. Diese Nicht-Speicherchips machen am gesamten Halbleiter-Markt einen Anteil von 64% aus, und in diesem Bereich findet derzeit weltweit ein heftiger, grenzüberschreitender Wettbewerb statt. Die Nicht-Speicher-Produkte, die die Rolle des Gehirns aller Systeme spielen, sind eben die Blue Chips des Wirtschaftswachstums.



Die IT-Konvergenz wird von vielen Personen unterschiedlich definiert. Kurz und bündig gesagt ist es eine IT-Konvergenz, wenn die Informationstechnologie in anderen Industriebereichen Anwendung findet. Dies ist die erste Stufe der IT-Konvergenz. Für eine weitere Entwicklung müssen innovative originäre Technologien und durch diese Technologieinnovation neue Industrien geschaffen werden. Ein gutes Beispiel liefert der Online-Elektrobus von KAIST. Die KAIST-Projektgruppe Online-Elektrobus bestehend aus 45 jungen Forschungskräften hat die Frage des Volumens und des Gewichts der großen Batterien und die Frage der langen Ladezeit, also Probleme, die alle bisher in der Welt entwickelten Elektroautos haben, durch die Zusammenarbeit mit anderen Industriebereichen gelöst. Online-Elektroautos, bei denen der Strom nie ausgeht, sind nicht von einer Person, sondern durch die Zusammenarbeit der Forschungskräfte verschiedenster Bereiche zustande gekommen. Diese Traumautos werden bald nicht nur in Korea, sondern in der ganzen Welt Einsatz finden.



Die koreanische Regierung hat den Plan bekanntgegeben, verschiedene Industriebereiche wie Automobil, Schiffbau, Bau, Verteidigung, Bekleidung und Textilien mit der Informationstechnologie zu verbinden und dadurch einen hohen Mehrwert zu schaffen. Die IT-Industrie, die in der zweiten Hälfte des 20sten Jahrhunderts das Wirtschaftswachstum Koreas angeführt hat, konvergiert im 21sten Jahrhundert mit anderen Bereichen und wird zum Hoffnungsschimmer für das Wachstum Koreas in der Zukunft.



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