• Die Welt lernt Koreanisch!

  • Ich bin Tari aus Marokko. Ich freue mich sehr, dass ich hier dabei sein darf!

    Ich komme aus Belgien und heiße Kurt. Ich habe mich schon seit der Oberschule sehr für Korea interessiert. Bei der Vorrunde in Belgien habe ich den 1. Platz belegt, und jetzt bin ich fürs Finale hier!


    Bei den Aufnahmen für die Sendung "Quiz on Korea" am 31. August waren die Teilnehmer aus aller Welt mit Feuer und Flamme dabei. Sie hatten sich in der Vorrunde gegen 5.000 Bewerber durchgesetzt und durften jetzt im Finale als Repräsentanten von insgesamt 30 Ländern ihr Wissen über Korea unter Beweis stellen.

    Die Teilnehmer beantworteten die Fragen zur koreanischen Kultur und Geschichte in fließendem Koreanisch. Damit befinden sie sich in zunehmend guter Gesellschaft: Der Anblick von Koreanisch sprechenden Ausländern wird im koreanischen Fernsehen immer mehr zur Normalität. Zu einem großen Teil wird das als Folge der "Koreanischen Welle" Hallyu gesehen, denn die Begeisterung für die koreanische Kultur lässt oft ein Interesse an der Sprache des Landes keimen. Doch wie viele Menschen sprechen heute eigentlich Koreanisch? Frau Park Jeong-a vom Nationalen Institut für die koreanische Sprache.


    Weltweit wird die Zahl der Koreanischsprecher auf 77 bis 78,8 Millionen geschätzt. Damit liegt die Sprache nach der Zahl der Sprecher weltweit irgendwo zwischen dem 12. und 20. Rang. Das umfasst die Bevölkerungen von Süd- und Nordkorea, welche Koreanisch als offizielle Landessprache haben, und die koreanischen Minderheiten in der ganzen Welt. Aber auch die Anzahl derjenigen, die Koreanisch als Fremdsprache sprechen, nimmt immer mehr zu. Diese steigende Nachfrage an Koreanisch zeigt den Stand Koreas und der koreanischen Kultur in der Welt.


    Immer mehr Menschen lernen also Koreanisch, um über die Sprache mit Koreanern und der koreanischen Kultur in Kontakt zu kommen. Wir haben für diese Sendung einige Schauplätze der weltweiten Vermittlung von Koreanisch besucht.




    Am 3. September im König-Sejong-Institut der Stadt Qiqihar in der nordchinesischen Provinz Heilongjiang. In einem großen Unterrichtsraum haben sich rund 100 Schüler aller Altersklassen versammelt und hören eine Einführung zum Quartalsbeginn. Die König-Sejong-Institute wurden von der südkoreanischen Regierung eingerichtet, um Menschen in aller Welt die Möglichkeit zu bieten, Koreanisch zu lernen und mit der koreanischen Kultur in Berührung zu kommen. Zum Zeitpunkt der Gründung im Jahr 2007 gab es gerade einmal 13 Institute in drei Ländern, heute sind es 117 Institute in 51 Staaten weltweit. Die meisten Institute gibt es in China. Zum einen liegt dies natürlich daran, dass in China die meisten Menschen leben, zum anderem zeigt dies aber auch die ungeheure Nachfrage nach der koreanischen Sprache und Kultur in dem Land. Wie sonst ließe es sich erklären, dass selbst in einer Provinzstadt im äußersten Nordosten Chinas so viele Leute an Koreanisch-Unterricht interessiert sind? Der Vizedirektor des König-Sejong-Institutes in Qiqihar, Noh Byeong-ho.

    Wir haben vier Quartale im Jahr. Ein Quartal dauert 8 Wochen, und der reguläre Unterricht findet fünf Tage die Woche für jeweils zwei Stunden statt. Diesen Kurs besuchen 80 Teilnehmer, was eine beachtliche Zahl ist. Das liegt zum einen daran, dass der Unterricht vergleichsweise günstig ist, und man ein offizielles Zertifikat erhält, das von der koreanischen Regierung anerkannt wird. Es werden aber auch immer mehr Möglichkeiten angeboten, umsonst nach Korea zu reisen und die koreanische Kultur vor Ort zu erleben. Wir haben inzwischen sogar eine Warteliste mit rund 20 Bewerbern im Quartal. Wir sind nun so weit, dass es uns an Lehrern mangelt.

    Das König-Sejong-Institut Qiqihar wurde im März 2012 durch eine Kooperation der südkoreanischen Dongshin-Universität und der lokalen Qiqihar-Universität aus der Taufe gehoben und von der König-Sejong-Stiftung anerkannt. Die Stiftung als Zentrale entscheidet zwar über Standorte und unterstützt die Institute nach Kräften, gibt ihnen aber weitreichende Autonomie über die Gestaltung des Angebots, so dass sie es so gut wie möglich an die lokalen Gegebenheiten anpassen können. Innerhalb von einem guten Jahr nach Gründung kann das Institut in Qiqihar die Nachfrage nun kaum noch bewältigen.

    Direkt nach der Quartalseinführung geht es in die Klassen, und der Unterricht beginnt. Dieses Quartal gibt es 38 neue Schüler, sodass die Grundstufe in vier Parallelkurse und eventuell sogar einen Wochenendkurs unterteilt wird. Aber warum wollen die Schüler hier eigentlich Koreanisch lernen? Wir haben nachgefragt.

    Ich will koreanische Fernsehserien im Original sehen. Mit Untertiteln oder in der synchronisierten Version kommt einfach keine Stimmung auf.

    Ich will mich durch das Sprachelernen und das Kulturverständnis auf meine Zukunft vorbereiten. Ich möchte später in Korea arbeiten.

    Ich mag Koreanisch einfach sehr und möchte später auch in Korea studieren.

    Ich lerne Koreanisch, damit ich die Texte von K-Pop-Songs besser verstehe und sie leichter mitsingen kann.



    Aus den Antworten der Schüler lässt sich heraushören, dass die Koreanische Welle mit ihren Fernsehserien und dem K-Pop tatsächlich einen großen Einfluss hat. Die koreanische Populärkultur weckt oft ein erstes Interesse am Land, das viele dann durch ein Erlernen der Sprache vertiefen möchten. Aber auch Koreas verbessertes Standing in der Welt spielt eine Rolle. Der Generalsekretär der König-Sejong-Stiftung, Song Hyang-geun.

    Das erste Interesse wird bei vielen eindeutig durch Hallyu und die koreanische Kultur geweckt. Aber beim Erlernen der koreanischen Sprache wird auch ein bestimmter Zweck verfolgt, der je nach Land unterschiedlich ausfällt. In Entwicklungs- und Schwellenländern wollen viele später zu Korea arbeiten oder in Korea studieren und bereiten sich durch das Erlernen der Sprache darauf vor. In Europa und anderen Industrieländern betreiben viele Koreanisch als ein Hobby. Sie wollen Korea besser kennenlernen und die koreanische Kultur etwas besser verstehen. Das gilt zwar auch für andere Länder, aber hier steht das mehr im Vordergrund.


    Aus einer Ecke des König-Sejong-Institutes in Qiqihar ist das Spiel der chinesischen Zither Guzheng zu hören. Verantwortlich dafür ist einer der Schüler des Institutes, Zhong Chaolong, der über die koreanische Sprache vor allem mit der traditionellen Musikszene in Korea in Kontakt kommen möchte.

    In Korea gibt es ja auch ein Zitherinstrument mit dem Namen Gayageum. Soweit ich weiß, hat es die gleichen Wurzeln wie die chinesische Zither Guzheng. Ich hoffe, dass ich einmal die Gelegenheit habe, nach Korea zu reisen und eine echte Gayageum zu sehen und zu hören. Und ich möchte zumindest ein wenig zum Austausch im Bereich der traditionellen Musik zwischen China und Korea beitragen.

    Gemeinsam mit einer Freundin schaut sich Zhong eine aktuelle koreanische Serie an, "Du bist die Beste, Lee Sun-shin!". Dabei geht es den beiden auch ums Koreanischlernen. Sie erklären sich wechselseitig Formulierungen, die der andere schwer verständlich findet.

    Koreanischunterricht in der Heng-Chang-Oberschule in Qiqihar. Die Schüler sind mit Begeisterung dabei. Auf Nachfrage erfahren wir, dass der Koreanischunterricht in der Schule durch ein spezielles Angebot des lokalen König-Sejong-Institutes möglich gemacht wurde. Aufgrund des großen Interesses an koreanischem Sprachunterricht in der Stadt geben die Lehrer des Institutes inzwischen auch in einigen Oberschulen der Umgebung Unterricht. Der Vizedirektor des Institutes in Qiqihar, Noh Byeong-ho.

    Seit dem zweiten Halbjahr 2012 unterrichten wir zwei Stunden wöchentlich in den Oberschulen. Zu Beginn nahmen rund 100 bis 150 Schüler teil. Es wurde immer mehr ausgeweitet, und im zweiten Halbjahr 2013 bieten wir den Unterricht jetzt schon an drei Oberschulen an. Damit haben wir derzeit 80 Schüler im regulären Kurs am Institut, und weitere 300 Oberschüler in den Kursen an den Schulen.

    Der Koreanischunterricht wird auf freiwilliger Basis angeboten, trotzdem ist der Zulauf überwältigend. Ein eindeutiges Zeichen für das große Interesse an Korea und der koreanischen Sprache.

    Auch in China sind die Schüler ganz auf die Aufnahmeprüfungen an den Universitäten konzentriert. Da ist es nicht einfach, eigenen Interessen nachzugehen, die nichts mit den Prüfungsfächern zu tun haben. In Gesprächen mit den Schulleitern stellte sich daher heraus, dass es viele Schüler gab, die zwar gerne im Institut Koreanisch lernen wollten, aber keine Zeit dazu hatten. Daraufhin boten wir unsere Hilfe an. Wir sagten, wenn sie genügend Schüler zusammenbrächten, würden wir an die Schulen kommen und dort unterrichten. Beim ersten Unterricht war der Ansturm überwältigend. Wir hatten mit 100 Schülern gerechnet, es kamen 200. Daraufhin trafen die Schulen erst noch einmal eine Auswahl, bevor wir mit dem regulären Unterricht begannen.

    Das stetige Wachstum des König-Sejong-Institutes in Qiqihar steht symbolisch für den Boom, den die koreanische Sprache derzeit erlebt.
    Am 8. Juli 2013 wurde in Seoul eine Internationale Konferenz für Koreanischlehrer eröffnet. Personal und Lehrkräfte der König-Sejong-Institute aus aller Welt trafen sich, um über Koreanisch und seine Vermittlung zu sprechen. Der Generelsekretär der König-Sejong-Stiftung, Song Hyang-geun.

    Bei der Internationalen Konferenz der Koreanischlehrer kommen einmal im Jahr alle Mitarbeiter der König-Sejong-Institute zusammen. Zum einen soll dadurch ein Netzwerk von Koreanischlehrenden aufgebaut werden, zum anderen kann man sich bei der Veranstaltung über die Verwaltung der Institute, Lehrmethoden und Lehrmaterialien austauschen. Dadurch soll letztlich die Professionalität der Lehrkräfte und der anderen Mitarbeiter gestärkt werden.

    Die viertägige Konferenz war mit zahlreichen Workshops und Vorträgen zur Vermittlung der koreanischen Sprache und Kultur gefüllt: von einem Vortrag von Park Gil-seong, dem Vorsitzenden des Internationalen Verbandes für Hallyu-Forschung, bis hin zu einem Workshop des Samulnori-Meisters und Professors Kim Duk-su. Die Veranstaltungen richteten sich an die Lehrkräfte, die an Instituten in aller Welt für die Vermittlung von Sprache und Kultur zuständig sind und auf ihre Art Botschafter Südkoreas sind. An sie werden hohe Anforderungen gestellt: sie müssen verantwortungsbewusst und kompetent sowie Inhaber einer staatlich anerkannten Lizenz für Koreanischlehrer sein. Frau Park Jeong-a vom Nationalen Institut für die Koreanische Sprache.

    Um an einem König-Sejong-Institut zu unterrichten, braucht man eine Lehrerlizenz. Wenn man Koreanisch als Fremdsprache als erstes oder zweites Hauptfach studiert und mit mindestens einem Bachelor abgeschlossen hat, kann man die Lizenz zweiter Stufe erwerben. Mit Koreanisch als Fremdsprache im Nebenfach und mindestens einem Bachelorgrad erhält man die Lizenz dritter Stufe. Die erhält man auch, wenn man einen Kurs für Koreanischlehrer mit mindestens 120 Stunden absolviert und die staatliche Prüfung für Koreanisch als Fremdsprache bestanden hat. Die Lizenz erster Stufe wird an erfahrene Lehrkräfte vergeben, die nach dem Erwerb der zweiten Stufe mindestens fünf Jahre und 2000 Stunden unterrichtet haben.

    Die König-Sejong-Stiftung kümmert sich aktiv um die Aus- und Fortbildung ihrer Lehrkräfte. Sie bildet Lehrer aus, die dann an Institute im Ausland entsendet werden, und auch bereits erfahrenen Lehrkräften werden regelmäßige Weiterbildungen angeboten - sowohl vor Ort in Korea als auch online in der ganzen Welt.
    Im Nationalen Institut für die Koreanische Sprache hat man derweil im Auftrag der König-Sejong-Stiftung Lehrbücher für einen systematisch aufgebauten Koreanischunterricht entwickelt. Diese werden in allen Instituten verwendet und garantieren damit, dass eine gleichbleibende Qualität gewährleistet werden kann. Frau Jang Mi-gyeong, die in der Stiftung für die Unterstützung der Institute zuständig ist.



    Das Standardlehrwerk der Institute heißt "Sejong Koreanisch". Es wurde im Nationalen Institut für die Koreanische Sprache entwickelt. Band eins bis Band vier sind bereits fertig, werden in den Instituten in aller Welt verwendet und können auch im Buchhandel erworben werden. Innerhalb diesen Jahres sollen auch noch Band fünf bis acht herausgebracht werden.

    Für die Lehrer selbst ist es eine äußerst erfüllende Aufgabe, ihre Sprache und Kultur ausländischen Lernern näher zu bringen. Frau Kim Bo-hyeon, die in Algerien unterrichtet, und Frau Choi Hwa-jeong, die ins vietnamesische Hanoi entsandt wurde.

    Nach dem Unterricht habe ich oft das Gefühl, dass die Zeit verflogen ist. Die Schüler sind so begeistert bei der Sache, dass ich ganz darin aufgehe. Sie sagen mir, dass sie nur im Koreanischunterricht so engagiert sind, das hat mich wirklich überrascht.

    Wenn ich ihnen Fragen zur koreanischen Kultur beantworte, sagen mir die Schüler oft, dass sie so froh sind, dass sie mich haben. Das gibt mir das Gefühl, dass ich eine sinnvolle Arbeit mache und gebraucht werde.

    Wir sind zurück im König-Sejong-Institut im chinesischen Qiqihar. Die Schüler stehen Schlange, um eine der farbenfrohen koreanischen Trachten Hanbok anprobieren zu können. Vizedirektor Noh Byeong-ho erklärt uns, was es mit diesem Unterricht auf sich hat.

    Der Kulturunterricht ist in gewisser Hinsicht die einfachste Methode, Korea bekannt zu machen. Auch für die Schüler ist es sehr interessant und unterhaltsam, die kulturellen Traditionen eines Landes zu lernen. Man bekommt ja schließlich nicht oft die Chance, die Tracht eines anderen Landes anzuprobieren. Qiqihar hat kaum Austausch mit anderen Regionen und Ländern. Normalerweise hat man hier selten die Möglichkeit, einen Hanbok zu tragen, da ist das für die Schüler natürlich eine tolle Sache. Wir wollen mit dieser Kulturkunde Unterricht für alle Sinne bieten.

    Neben der Tracht Hanbok werden im König-Sejong-Institut in Qiqihar auch koreanische Filme, K-Pop-Songs oder traditionelle koreanische Spiele zum Thema des Kulturunterrichts gemacht. Bei den Schülern ist dieses Angebot äußerst beliebt, aber die Institute stoßen dabei manchmal an ihre Grenzen.

    Wir wollen in Qiqihar auch in Zukunft einen vielfältigen Kulturunterricht entwickeln und anbieten, zum Beispiel zum Maskentanz oder anderem traditionellen Tanz. Aber auch unsere Lehrer können nicht alles und sind damit irgendwann überfordert. Für einen abwechslungsreichen Kulturunterricht wäre es aus unserer Sicht daher hilfreich, wenn Experten aus Korea zu uns kommen und die Kurse übernehmen würden.

    Im türkischen Ankara wird der Bongsan-Maskentanz getanzt. Die Akteure sind Schüler des hiesigen König-Sejong-Instituts. Möglich gemacht wurde dies durch ein besonderes Angebot der König-Sejong-Stiftung, den sogenannten "Kulturpaketen". Tänzer wie Publikum sind begeistert.

    Die Aufführung war toll! Ich hatte schon vom koreanischen Maskentanz gehört, aber ihn noch nie gesehen. Die Schüler haben die Masken selbst angemalt und zwei Tage lang konzentriert geprobt. Dass sie nach so einer kurzen Zeit eine solch tolle Vorstellung hingelegt haben, hat mich wirklich überrascht.

    Bei den "Kulturpaketen" bekommen die Institute im wahrsten Sinne des Wortes Kulturunterricht im Komplettpaket geboten: Die Stiftung stellt einen Experten aus Korea als Kursleiter und die für den Unterricht notwendigen Materialen zur Verfügung. Damit soll den Instituten bei der Gestaltung ihres Kulturangebots geholfen werden. Der Kurs im Maskentanz in Ankara war die Premiere für dieses neue Konzept, und Professorin Kim Hye-jin von der Gongju-Universität, die für die Planung des Kurses zuständig war, kann das Erlebnis nicht vergessen.

    Ich war völlig überrascht. Wir waren zu dritt aus Korea angereist, im Institut hatten sich aber 50 Teilnehmer angemeldet. Wenn die Schüler da nicht mit voller Konzentration dabei gewesen wären, wäre der Unterricht nie so glatt von statten gegangen. Aber die Teilnehmer hatten alle großes Interesse an Korea, wollten unbedingt einmal dahin reisen und auch sonst alles über die Kultur des Landes erfahren. Daher hatten wir überhaupt keine Probleme, in nur drei Tagen eine Aufführung auf die Beine zu stellen. Die Schüler waren äußert engagiert und mit Begeisterung dabei, das war für mich sehr bewegend.

    Auch für die Teilnehmer war der Unterricht ein unvergessliches Erlebnis.

    Für uns war das alleine schon deswegen sehr bedeutsam, weil wir viel über Korea gelernt haben. In nur wenigen Tagen haben wir Masken gebastelt, den Tanz erlernt und eine Aufführung auf die Beine gestellt. Heute konnten wir dann zeigen, was wir uns so mühsam erarbeitet haben. Ich war so glücklich, dass ich an diesem Kulturunterricht teilnehmen durfte! Ich hoffe, dass es in Zukunft in der Türkei weiter solche Angebote geben wird.

    Nach der Gründung im Jahr 2007 haben sich die König-Sejong-Institute rasant ausgebreitet und nehmen heute eine ähnliche Aufgabe war wie die chinesischen Konfuzius-Institute, die Zweigstellen der französischen Alliance Française und die deutschen Goethe-Institute: die Sprache und Kultur ihres Landes in die Welt zu tragen. Die koreanische Regierung will sich weiter für eine Ausweitung der Aktivitäten der Institute engagieren. Der Minister für Kultur, Sport und Tourismus Yoo Jin-ryong.

    Bis 2017 wollen wir die Zahl der Institute auf 200 erhöhen. Zur Verbesserung des Angebotes planen wir außerdem eine noch größere und systematischere Unterstützung der Institute, zum Beispiel durch eine Lokalisierung der Lehrmaterialien, die Entwicklung von Kulturprogrammen und die Ausbildung von spezialisierten Lehrkräften.

    Hallo, mein Name ist Paola. Ich komme aus Argentinien und bin Studentin. Ich studiere Internationale Beziehungen und lerne Koreanisch. Ich habe vor drei Jahren damit begonnen, weil ich mich für die koreanische Kultur interessiere. Leider spreche ich es immer noch nicht gut, deshalb nehme ich weiter Unterricht.

    Ich heiße Lenya und lerne an einem König-Sejong-Institut in Russland. Ich habe vor einem Jahr und zwei Monaten mit dem Koreanischlernen begonnen. Die koreanische Sprache hat mich gefesselt. Ich lese, schreibe, lerne Vokabeln und spreche mit Freunden Koreanisch, das ist mein Geheimnis. Aber meine Aussprache ist nicht besonders gut. Ich bin unseren Lehrern so dankbar!

    Ich heiße Brandon und bin Amerikaner. Ich bin Fußballspieler und -trainer von Beruf, und mag Korea und die Koreaner sehr. Das Essen ist so lecker! Ich bin ein großer Fan von dem koreanischen Fußballspieler Park Ji-sung. Ich liebe Korea! Das König-Sejong-Institut in New York ist das Beste!


    Hier und da ist einmal ein grammatischer Fehler zu finden, und die Aussprache ist etwas holperig - aber die Kommunikation auf Koreanisch funktioniert. Und es gibt immer mehr Leute wie diese Drei, die Koreanisch lernen und nach Korea kommen, um die Kultur des Landes kennenzulernen.
    Das Jahr 1443, in dem König Sejong das koreanische Alphabet Hangeul der Öffentlichkeit präsentierte, jährt sich dieses Jahr zum 570. Mal. Und nach fast 600 Jahren wird Koreanisch nicht mehr nur von Koreanern gesprochen, sondern von Menschen in aller Welt. Die König-Sejong-Institute haben es sich nun zur Aufgabe gemacht, die Sprache und Kultur Koreas allen Interessierten zugänglich zu machen - sie werden offensichtlich viel zu tun haben!