• Incheon: Gastgeberstadt der Asienspiele 2014



  • Am 17. April 2007 auf der Generalversammlung des Trägerverbandes der Asienspiele AOC in Kuwait. Mit 32 von 45 Stimmen setzte sich die südkoreanische Stadt Incheon gegen das indische Neu Delhi durch und bekam den Zuschlag für die Asienspiele 2014.

    Nach Seoul 1986 und Busan 2002 sind es die dritten Asienspiele, die in Südkorea stattfinden. Sieben Jahre hatte Incheon Zeit zur Vorbereitung - jetzt ist es soweit. Aus diesem Anlass wollen wir die Stadt Incheon und ihre Geschichte heute einmal genauer unter die Lupe nehmen.

    Im Museum zur Incheoner Hafenöffnung lauschen Besucher den Erklärungen ihres Museumsführers. Das Museumsgebäude mit seiner Domkuppel im Renaissance-Stil beherbergte nach der Errichtung im Jahr 1899 zunächst die Filiale einer japanischen Bank. Heute kann man hier die Geschichte der Stadt zu Beginn der Moderne kennenlernen. Herr Gyeon Su-chan, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Incheoner Bezirk Jung-gu.

    Incheon war der Ort in Korea, an dem die moderne Kultur als Erstes eingeführt wurde. Hier entstand die neue, moderne Zivilisation Koreas, hier fand ein lebhafter Austausch mit der westlichen Kultur statt. Diese Geschichte Incheons erforschen und präsentieren wir hier im Museum jetzt so, dass die Besucher sie leicht verstehen und erleben können.

    Ende 2013 gab es in dem Museum aus Anlass von drei Jahren Museumseröffnung und 130 Jahren Hafenöffnung eine Ausstellung zu dem Antlitz der Stadt nach Öffnung des Hafens. Auf Fotos konnte man die rasante Wandlung der Stadt damals nachvollziehen.

    Wie in den Fotos zu sehen ist, war Incheon kurz nach der Hafenöffnung noch ein typisches Fischerdorf. Es gab noch keine größeren Gebäude, und auch die Anlegestellen für Schiffe waren unzureichend. Doch dann wurden Sonderzonen für Ausländer eingerichtet, ein Zollamt gegründet und der Hafen ausgebaut. Nach und nach erhielt Incheon so das Erscheinungsbild eines internationalen Handelshafens.

    Vor einhundertdreißig Jahren begann also die Wandlung Incheons vom friedlichen Fischerdorf zur heutigen internationalen Hafenstadt. Doch die Geschichte der Stadt reicht noch wesentlich weiter zurück.

    Begonnen haben soll die Geschichte Incheons vor 2000 Jahren. Laut den historischen "Chroniken der Drei Königreiche" errichtete der Sohn des Goguryeo-Gründers Jumong an der Stelle des heutigen Incheons eine Niederlassung mit dem Namen Michuhol. Im Jahr 1413, unter dem Joseon-König Taejong, wurde der Ort dann in Incheon umbenannt. Von Beginn an war Incheon ein wichtiges Tor Koreas zur Welt. Die Stadt diente sowohl als Handelshafen wie auch als Militärhafen, über den das Eindringen ausländischer Mächte abgewehrt werden sollte. Ende des 19. Jahrhunderts wurde Incheon dann aber vor nie dagewesene Herausforderungen gestellt. Herr Jo U-seong, ein Historiker der Stadt Incheon.

    Die westlichen kapitalistischen Mächte wollten damals durch die Öffnung dieses verschlossenen Königreiches im fernen Osten einen neuen Markt für ihre Produkte erschließen. Deswegen entsandten sie Schiffe, die vor Incheon und der Insel Ganghwado Druck auf Joseon ausübten und in allerlei militärische Zwischenfälle verwickelt wurden. Für die Mächte damals war das eine selbstverständlich Logik: sie wollten die Öffnung dieses schwachen Landes erzwingen und dort ihre Zivilisation verbreiten.

    1876 schaffte es Japan dann als erstes Land, einen Vertrag über Handelsbeziehungen mit Joseon zu schließen, und es folgte die Öffnung der Häfen Wonsan und Incheon an der Westküste. Joseon hatte sich also nicht ganz freiwillig geöffnet - und in vielerlei Hinsicht war das koreanische Königreich noch überhaupt nicht vorbereitet auf die Einflüsse von außen, die daraufhin vor allem durch Incheon eindrangen.

    An einem sonnigen Nachmittag hat sich eine Gruppe von Besuchern eingefunden, um die historischen Schauplätze der Öffnung Incheons zu besichtigen.



    Eine der Stationen sind die langen Treppen, die zum Aussichtspavillon Palgakjeong im Incheoner Freiheitspark führen. Die Treppen markierten früher die Grenze zwischen der japanischen und der chinesischen Siedlung, die nach 1883 gegründet wurden. Wie Professor Seo Jong-guk von der Abteilung für Stadtplanung und -verwaltung an der Universität Incheon erklärt, waren diese Siedlungen der erste Fall moderner Stadtplanung in Korea.

    Nach der Hafenöffnung 1883 brauchte man autonome Bezirke, in denen die Ausländer leben und Handel treiben konnten. Den jeweiligen Staaten wurden daher Grundstücke für unbegrenzte Zeit zur Verfügung gestellt. Es gab eine japanische Siedlung, eine chinesische, und eine dritte, in der Vertreter anderer Nationen gemeinsam lebten und handelten. Die Errichtung dieser drei Bezirke wird allgemein als Beginn der westlichen Stadtplanung in Korea gesehen.

    Gleichzeitig verwandelte sich der kleine Incheoner Fischerhafen Jemulpo in einen Handelshafen. Aufgrund der Nähe zur Hauptstadt wurde er schon bald zu einem wichtigen Tor für die kulturellen, diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen Joseons mit der Welt. Ab 1906 wurde mit dem Ausbau der Hafenanlagen begonnen. All diese Veränderungen bedeuteten natürlich auch weitreichende Einschnitte in das Leben der Bewohner der Stadt. Das erste moderne Hotel Koreas steht symbolisch für all diese Neuerungen. Der Historiker Jo U-seong.

    In dem Reisebericht "Korea und seine Nachbarn" von Isabella Bishop wird beschrieben, wie man damals einen ganzen Tag laufen musste, um von Incheon nach Seoul zu gelangen. Wenn Ausländer mit dem Schiff im Hafen von Incheon ankamen, mussten sie also erst einmal dort übernachten. Doch damals gab es hier nur die strohgedeckten Hütten der Koreaner. Deswegen wurde in Incheon ein zweistöckiges Hotel im westlichen Stil gebaut. Es hieß Daebul-Hotel, und auf seinen Schildern stand auf Englisch geschrieben: "Frisches Fleisch und Brot".

    Das erste Hotel, die erste Eisenbahn, der erste Park westlicher Art und der erste Badestrand, die erste Telefonleitung und das erste moderne Postsystem in Korea - all diese modernen Neuerungen fanden zunächst in Incheon statt. Die Öffnung Incheons katapultierte Korea also in das moderne Zeitalter.

    Nach der Öffnung strömten all die zivilisatorischen Errungenschaften hinein, die unsere heutige Lebensweise bestimmen: Leuchttürme, Hotels, Reismühlen, Post- und Telefonnetz - Incheon war die erste moderne Stadt Koreas. Von Incheon aus verbreiteten sich die Neuerungen dann im ganzen Land. Die Öffnung Incheons kann also als Startschuss für die Modernisierung Koreas gesehen werden.



    Die Annexion Koreas durch Japan im Jahr 1910 hatte auch für Incheon weitreichende Folgen. Denn Japan begann, für die großangelegte Ausfuhr von Getreide aus Korea den Hafen von Incheon auszubauen. Herr Gyeon Su-chan, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Incheoner Bezirk Jung-gu.

    Nach der Annexion mutierte der Hafen Incheon von einem internationalen Handelshafen zu einem Kolonialhafen. Vor der Annexion war Incheon an der Vorfront des Handels und internationalen Austauschs mit der westlichen Zivilisation gewesen. Diese Funktion verlor die Stadt nun. Stattdessen baute Japan den Hafen so aus, dass große Schiffe direkt an den Docks anlegen konnten. Damit sollte die Ausfuhr von großen Mengen an Getreide und anderen Waren für Japan erleichtert werden.

    Die Bewohner Incheons wurden in dieser Zeit zu Fremden in ihrer eigenen Stadt. Herr Kang Deok-u vom Historischen Museum der Stadt Incheon.

    Nach der Annexion Koreas wurde nur noch in die Wohnbezirke der Japaner investiert. Man wollte die Stadt den Bedürfnissen der Japaner anpassen. Incheon sah daher bald nicht mehr wie eine koreanische Stadt aus, sondern wie eine japanische, und die koreanischen Bewohner durften viele der städtischen Einrichtungen gar nicht mehr benutzen.

    1945 kapitulierte Japan, und auch Incheon wurde von der Freude über die wiedergefundene Freiheit Koreas erfasst. Doch die Freude währte nur kurz: 1950 brach der Koreakrieg aus, und mit der gesamten koreanischen Halbinsel versank auch die Stadt Incheon im Chaos.

    Durch die Landung der amerikanischen Truppen in Incheon unter der Führung des Generals McArthur fand die Stadt auch in dieser Zeit Eingang in die Geschichtsbücher. Doch der Preis für diese Rolle im Zentrum des Krieges war hoch. Herr Jo U-seong.

    Eine große Anzahl von Gebäuden wurde zerstört. Genauso wie die Eisenbahnstrecken und viele Fabriken. Die Nachkriegsgenerationen mussten diese Wirren durchleben und die zerstörte Stadt wiederaufbauen. Weil es nichts zu essen gab, wurde in den Grundschulen Essen verteilt. Gerade einmal alle drei Tage gab es Weizenmehl und Milchpulver. Politisch wie wirtschaftlich herrschten unglaublich schwierige Verhältnisse.

    Der Krieg hinterließ der Stadt Incheon einen zerstörten Hafen. Ab den 1960ern begann die südkoreanische Regierung dann mit ihrer Politik der exportorientierten Industrialisierung. Im Zuge dieser Politik entstanden in Incheon die Nationalen Industrieparks Bupyeong und Juan. Dass Incheon den Zuschlag für diese riesigen Industrieanlagen bekam, lag an seinen günstigen Standortbedingungen. Dr. Kim Chang-su vom Institut für Stadtentwicklung Incheon.

    In Incheon enstanden zunächst ein Industriepark in Bupyeong und dann zwei in Juan, in denen für den Export produziert wurde. Der wichtigste Faktor für diese Standortentscheidung war die Lage Incheons. Der nahegelegene Hafen machte sowohl die Einfuhr von Rohmaterialien wie auch die Ausfuhr der fertigen Produkte einfach. Auch das ausgedehnte Wattenmeer war ein wichtiger Grund. Das Wattenmeer hat eine geringe Wassertiefe und konnte daher leicht in Festland umgewandelt und als Boden für industrielle Anlagen genutzt werden.

    Incheon entwickelte sich zu einer Industriestadt und trug so seinen Teil zum Aufbau der Wirtschaft im zerstörten Korea bei. Nach und nach wurde auch die Infrastruktur entwickelt. Zwischen Incheon und Seoul wurde die erste Autobahn des Landes gebaut, der Incheoner Hafen bekam eine zweite Dockanlage, und die Eisenbahnstrecke zwischen Seoul und Incheon wurde zweigleisig ausgebaut.

    Nach einigen Jahren zeigten sich die ersten Früchte dieser Bemühungen. 1977 konnte Südkorea früher als erwartet das Ziel von zehn Milliarden US-Dollar Exportvolumen erreichen. Die Bewohner Incheons, die drei Prozent der südkoreanischen Gesamtbevölkerung ausmachten, waren für elf Prozent der Produktion verantwortlich - und trugen so maßgeblich zu Koreas Entwicklung bei.

    Doch wie überall hatte auch in Incheon die Industrialisierung ihre Schattenseiten. All die Fabriken machten Incheon zu einer grauen Industriestadt. Und auch die Autobahn zwischen Incheon und Seoul hatte einen unerwünschten Nebeneffekt. Durch den guten Anschluss nach Seoul wurde Incheon zu einer Schlafstadt, in der die Menschen zwar wohnten, aber nicht arbeiteten oder Geld ausgaben. Investitionen in Bereichen wie Kultur und Bildung wurden dadurch völlig vernachlässigt.

    Dann kamen die 1990er Jahre, und mit ihnen die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Südkorea und den beiden Großmächten Russland und China. Dadurch nahm die Bedeutung Incheons als Hafenstadt wieder zu. Gleichzeitig wurde die Stadt Incheon 1995 mit den Kreisen Ganghwa und Ungjin zusammengelegt und ist so heute mit knapp drei Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Südkoreas nach Seoul und Busan und eine unabhängige Metropolstadt. Einher damit ging ein Bewusstseinswandel, und Incheon begann, sich zu mehr als nur einer tristen Industriestadt zu entwickeln.

    Ihren Anfang nahm diese Entwicklung auf einer Insel mit dem Namen Yeongjongdo. Denn hier wurde 2001 der Internationale Flughafen Incheon eröffnet. 13 Jahre nach seiner Eröffnung hat er sich als einer der beliebtesten Flughäfen der Welt etabliert. Herr Yeo Tae-su vom Flughafenmanagement.

    Der Internationale Verband der Flughafenbetreiber ACI führt jährlich eine Umfrage zum Service der Flughäfen weltweit durch. Incheon belegte dort von 2005 bis 2012 acht Jahre in Folge Platz eins. 2011 wurde Incheon außerdem als bester Flughafen der Welt in die "Hall of Fame" des Verbandes aufgenommen, und 2013 wurde er von der Fluglinienberatungsfirma CAPA als Flughafen des Jahres ausgezeichnet. Auch den Preis für den besten Duty-Free-Laden und den besten Cargoflughafen hat Incheon schon erhalten, und vom amerikanischen Magazin "Global Traveller" wurde er sieben Jahre in Folge zum besten Flughafen weltweit gekürt.

    Was macht den Flughafen Incheon so beliebt? Wir haben bei Fluggästen nachgefragt.

    Ich komme einmal im Jahr hier her. Ich habe Familie in Auckland, und auf dem Weg nach Neuseeland steige ich immer hier um. Der Flughafen ist sehr bequem, sicher, und das Gebäude ist beeindruckend. Ich bin sehr zufrieden. Im Vergleich zu anderen Flughäfen würde ich Incheon neun von zehn Punkten geben.

    Der Flughafen ist gut, sehr sauber. Die Ein- und Ausreiseformalitäten gingen unglaublich schnell, das hat mir gefallen.


    Ein- und Ausreise gehen in Incheon drei Mal schneller als der internationale Durchschnitt, und in den letzten dreizehn Jahren sind mehr als zwei Millionen Flugzeuge in Incheon gestartet und gelandet, ohne dass es auch nur den kleinsten Zwischenfall gab. Und auch verschiedene kulturelle Angebote für Transitpassagiere tragen zur Beliebtheit des Flughafens bei.

    In einer Parade wird zum Beispiel der tägliche Spaziergang der Könige in der Joseon-Ära nachgestellt. So können wartende Passagiere auch am Flughafen etwas mehr von Korea kennenlernen. Publikum haben solche Programme zu Genüge: Im Jahr nutzen 44 Millionen den Flughafen Incheon, täglich sind es 100.000. Um diesem Aufkommen gerecht zu werden, baut der Flughafen derzeit einen zweiten Terminal. Wenn dieser 2017 fertig wird, kann Incheon im Jahr 62 Millionen Fluggäste abfertigen und seine Position als wichtiges Drehkreuz in Ostasien weiter festigen. Und bereits heute hat der Flughafen Auswirkungen weit über die Verkehrsbranche hinaus gehabt.

    Am 4. Dezember 2013 hielt das Sekretariat des "Green Climate Fund" der Vereinten Nationen Einzug im G-Tower im Incheoner Bezirk Songdo. Diese neue Institution soll Entwicklungsländern bei der Reduzierung von Treibhausgasen und der Anpassung an den Klimawandel helfen. Am gleichen Tag wurde in Songdo auch die koreanische Filiale der Weltbank eröffnet. Damit ist Incheon die Anlockung von gleich zwei wichtigen internationalen Institutionen gelungen. Dr. Kim Chang-su vom Institut für Stadtentwicklung Incheon.

    Mit dem "Green Climate Fund" und der Weltbank hat sich die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt Incheon gesteigert. Sein Wachstum hatte Incheon zwar der Landgewinnung im Wattenmeer zu verdanken, doch heute wandelt es sich in eine Stadt, die zukunftsgerichtet denkt und großen Wert auf Umweltschutz legt. Incheon als umweltfreundliche, als grüne Stadt - das ist die eigentliche Bedeutung hinter der Bewerbung für den "Green Climate Fund".

    Der "Green Climate Fund" ist die erste wichtige internationale Organisation, die ihren Hauptsitz in einem asiatischen Land erhält. Südkorea erhofft sich von der Anlockung solcher internationalen Organisationen wirtschaftliche Effekte. Aus einem ähnlichem Grund wurde bereits 2003 in den Incheoner Bezirken Songdo, Yeongjong und Cheongna die erste Freihandelszone Südkoreas eingerichtet.

    Dass ausgerechnet in Incheon eine Freihandelszone eingerichtet wurde, lag zunächst einmal an der geographisch günstigen Lage der Stadt. Sie liegt auf der Hälfte der koreanischen Halbinsel und direkt am Gelben Meer, sodass es nicht weit zu den wichtigen Städten in China ist. Das macht die Logistik per Schiff und Flugzeug einfach. Der zweite Grund war, dass Incheon den Großraum Seoul mit 20 Millionen Einwohnern im Rücken hatte.

    Bis 2020 sollen die drei Bezirke der Freihandelszone nun zu internationalen Zentren mit unterschiedlichen Schwerpunkten ausgebaut werden. Ein Symbol dieser Entwicklung ist auch die neue Incheon-Brücke, die den Flughafen Incheon mit Songdo verbindet und die Fahrzeiten massiv verkürzt hat. Die frühere Hafen- und Industriestadt Incheon träumt also von einer Zukunft als internationale Metropole in Ostasien - da kommen die Asienspiele 2014 gerade recht.

    In einer Schwimmhalle in Incheon ist eine Gruppe von Nachwuchstalenten beim Training.

    Die Schwimmhalle ist nach Südkoreas Schwimmstar Park Tae-hwan benannt und das größte und modernste Schwimmbad Südkoreas. Der Verwalter des Munhak Park-Tae-hwan-Schwimmzentrums, Cheon Hui-byeong.

    Wir haben ein 50-Meter-Becken mit zehn Bahnen und ein Sprungbecken mit zehn Meter Wassertiefe. Außerdem haben wir verschiedene Trainingseinrichtungen im Trockenen. Die Außenform des Gebäudes ist rund und soll an einen Fischschwarm erinnern. Das Dach ist durchsichtig und lässt viel natürliches Tageslicht herein. Das gesamte Gebäude ist umweltfreundlich gestaltet und nutzt soweit wie möglich Erdwärme, Sonnenwärme, Sonnenlicht und Regenwasser.

    Die Asienspiele werden am 19. September in Incheon eröffnet werden. Im Vorfeld hat Incheon neben dem Schwimmzentrum bereits fünf weitere Wettkampfstätten eröffnet, das Hauptstadium und das Hockeystadium werden in der ersten Jahreshälfte fertig gestellt werden. Dann ist alles bereit für die Sportler aus 45 Nationen, die sich in 36 Disziplinen messen werden. Auch Südkorea hat einige Medaillenhoffnungen am Start, allen voran den Schwimmer Park Tae-hwan, die Rhythmische Sportgymnastin Son Yeon-jae und den Geräteturner Yang Hak-seon. Die letzteren beiden haben sich Journalisten gegenüber bereits geäußert.

    Da die Asienspiele in Incheon stattfinden, werde ich mich noch mehr anstrengen und mein Bestes geben!

    Seit der letzten Olympiade habe ich viele Fans dazu gewonnen. Ich freue mich sehr, dass ich schon so bald Gelegenheit haben werde, ihnen mein Können zu präsentieren.


    Die Spiele in Incheon sind die dritten Asienspiele, die Südkorea ausrichtet. Die Organisatoren der diesjährigen Spiele wollen sich allerdings von ihren Vorgängern absetzen. Herr Kim Yeong-su, Vorsitzender des Organisationskomitees.

    Bei den vergangenen Asienspielen ging es den Organisatoren auch darum, die Stärke Südkoreas zu demonstrieren. Aber wir wollten diesmal vor allem sparsame und effiziente Spiele durchführen. Damit wollen wir ein Vorbild sein und ärmeren Ländern die Hoffnung geben, dass auch sie in Zukunft Asienspiele ausrichten können. Außerdem ist Korea ja eine IT-Hochburg, und das haben wir zur Vorbereitung von "smarten" Spielen genutzt. Alle Informationen werden vernetzt und abrufbar sein.

    Die Asienspiele Incheon 2014 stehen unter dem Motto "Ein Hauch des Friedens - die Zukunft Asiens". Dr. Kim Chang-su erklärt uns, was damit gemeint ist.

    Das Motto der Asienspiele in Incheon ist "Ein Hauch des Friedens". Ein friedliches Fest, bei dem sich Menschen aus ganz Asien versammeln, würde viel für eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Süd- und Nordkorea tun und Frieden in Ostasien fördern. Mit Hilfe der Asienspiele will Incheon außerdem sein neues Antlitz der Welt präsentieren. Damit wird man auch zusätzliches Interesse an Investitionen in die Sonderwirtschaftszone wecken können. Das würde sich positiv für ganz Korea auswirken. Deswegen sollte sich nicht nur Incheon, sondern das ganze Land um eine erfolgreiche Ausrichtung der Asienspiele bemühen.



    Eine Studie des Forschungsinstitutes des britischen Wirtschaftsmagazins "The Economist" prognostiziert Incheon bis zum Jahr 2025 die weltweit zweitgrößte Steigerung seiner Wettbewerbsfähigkeit. 2013 wurde die Stadt von der südkoreanischen Regierung auch schon als beste Stadt des Landes ausgezeichnet. Eine beeindruckende Entwicklung für eine Stadt, die vor gerade einmal 130 Jahren ein kleines Fischerdorf war und danach eine überstürzte Öffnung, Kriegswirren und eine Industrialisierung im Schnelldurchlauf durchleben musste. Heute kümmert sich Incheon nun um die Erinnerung dieser Geschichte, blickt aber gleichzeitig in eine Zukunft als internationale und grüne Metropole. Und die Bewohner der Stadt? Die freuen sich nun zunächst einmal auf friedliche und fröhliche Asienspiele.

    Ich freu mich schon so! Vor allem darauf, die Sportler in Aktion sehen zu können, da schlägt mein Herz jetzt schon schneller. Und ich bin stolz, dass wir so einen großen internationalen Sportwettbewerb ausrichten. Ich wünsche mir, dass die Menschen den Namen Incheon danach auch im Ausland kennen.

    Ich bin schon sehr gespannt. Ich denke, es wird auch viel für die Wirtschaft in Incheon tun. Wenn wir die Asienspiele erfolgreich ausrichten, wird sich die Stadt noch ein Stückchen weiter entwickeln.

    Ich hoffe, dass danach auch im Ausland jeder den Namen Incheon kennt, so wie das damals nach den Olympischen Spielen in Seoul war.