WIPO prüft nordkoreanischen Patentantrag für Herstellung verbotener Chemikalie

erstellt: 2017-05-16 14:12:50 aktualisiert: 2017-05-16 16:37:01

WIPO prüft nordkoreanischen Patentantrag für Herstellung verbotener Chemikalie

Die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) prüft offenbar einen nordkoreanischen Patentantrag für die Herstellung einer Chemikalie, die laut UNO-Sanktionen nicht nach Nordkorea exportiert werden darf.

Laut Berichten in den US-amerikanischen Medien liege der Antrag seit November 2015 vor. Es gehe um ein Verfahren, mit dem Natriumcyanid hergestellt werden könne. Dieses werde zum Beispiel für die Herstellung des Nervengifts Tabun benötigt.

Fox News berichtete, dass die WIPO es versäumt habe, dem Sanktionsausschuss des Weltsicherheitsrats über den Patentantrag zu berichten. Ein UN-Beamter sagte dem Fernsehsender, es lägen keine Aufzeichnungen vor, nach denen der Sanktionsausschuss über einen solchen ernsthaften Patentantrag informiert worden sei. Dieser habe nun offiziell Untersuchungen zu dem Antrag eingeleitet.

Angesichts der Tatsache, dass Natriumcyanid auch für die Extraktion von Gold aus Erz und Konzentraten verwendet werden, verstoße das Patent auch insofern gegen die Sanktionen, als es den Zugang zu finanziellen Mitteln und wirtschaftlichen Ressourcen ermöglichen könnte, die wiederum für Programme im Zusammenhang mit Massenvernichtungsmitteln eingesetzt werden könnten.

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