UNESCO überprüft Dokumente zu Sexsklaverei im Krieg für mögliche Bestimmung zum Welterbe

erstellt: 2017-08-08 08:54:22 aktualisiert: 2017-08-08 10:16:36

Die UNESCO wird Dokumente zur von Japan verantworteten Sexsklaverei im Zweiten Weltkrieg hinsichtlich einer möglichen Bestimmung zum Welterbe überprüfen.

Nach Angaben der Behörde für Kulturgüter in Seoul hätten Bürgerorganisationen in acht Ländern, darunter Südkorea und China, die Dokumente zur Überprüfung eingereicht. Diese sollen möglicherweise in die Liste des Dokumentenerbes "Gedächtnis der Menschheit" aufgenommen werden.

Das Beratungskomitee der UN-Organisation wird ab 24. Oktober auf einer viertägigen Sitzung in Paris über die Angelegenheit beraten.

China hatte im Jahr 2015 vergeblich versucht, die Dokumente auf die Liste des Dokumentenerbes setzen zu lassen.

Japan hatte damals heftig gegen den Versuch protestiert und Druck bei der UNESCO ausgeübt, dass die eigene Position im Entscheidungsprozess berücksichtigt werden müsse. Auch hatte Tokio mit einer Kürzung der Beitragszahlungen gedroht.

Beobachter erwarten, dass Japan auch dieses Mal auf ähnliche Weise Widerstand leisten wird.

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