Seoul weist Tokios Protest gegen Bankett für Trump zurück

erstellt: 2017-11-10 14:16:23 aktualisiert: 2017-11-10 16:43:26

Die südkoreanische Regierung hat den Protest der japanischen Regierung wegen der Gäste und des Menüs beim Bankett für den US-Präsidenten Donald Trump am Dienstag in Seoul als nicht angemessen zurückgewiesen.

Diese Position habe das Außenministerium über diplomatische Kanäle der japanischen Seite übermittelt, teilte Ministeriumssprecher Noh Kyu-duk mit.

Für Kritik sorgte, dass die südkoreanische Regierung zum Bankett eine ehemalige südkoreanische Sexsklavin für das japanische Militär im Zweiten Weltkrieg eingeladen und "Dokdo-Garnelen" serviert hatte. Dokdo ist eine südkoreanische Insel, auf die Tokio Territorialanspruch erhebt.

Gäste und Gerichte für das Bankett habe Seoul mit Rücksicht auf sämtliche Aspekte beschlossen. Es sei nicht angemessen, gegen solch eine Angelegenheit Einwand zu erheben, hieß es.

Zuvor hatte der japanische Kabinettschefsekretär Yoshihide Suga betont, es müssten Bewegungen vermieden werden, die sich auf die enge Solidarität zwischen Südkorea, Japan und den USA anscheinend negativ auswirken würden. Am selben Tag erhob die japanische Regierung durch ihre Botschaft in Seoul offiziell Protest.

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