Reuters: Rückführung von Gebeinen von US-Gefallenen wegen Barabfindung verzögert

erstellt: 2018-07-25 08:24:25 aktualisiert: 2018-07-25 13:26:24

Reuters: Rückführung von Gebeinen von US-Gefallenen wegen Barabfindung verzögert

Laut der Nachrichtenagentur Reuters verzögert sich die beim USA-Nordkorea-Gipfel im Juni vereinbarte Rückführung der Gebeine von US-Kriegsgefallenen vermutlich wegen einer Barabfindung.

Über diese Einschätzung berichtete Reuters am Dienstag (Ortszeit).

Die Rückführung der Gebeine sei als kurzfristig erreichbares Ziel betrachtet worden. Der langwierige Prozess der Verhandlungen weise jedoch auf Komplikationen hin, hieß es.

Die USA und Nordkorea arbeiteten von 1996 bis 2005 an der gemeinsamen Bergung der Gebeine von US-Gefallenen in Nordkorea. Laut einem Bericht des Forschungsdienstes des US-Kongresses zahlten die USA hierfür 28 Millionen Dollar an Nordkorea.

Falls die USA ein Team zur Bergung der Gebeine nach Nordkorea schicken würden, müssten sie die Kosten übernehmen, schrieb Reuters unter Berufung auf frühere US-Beamte. Der frühere Gouverneur des Bundesstaates New Mexico, Bill Richardson, der 2007 die Gebeine von US-Gefallenen aus Nordkorea in die USA heimgebracht hatte, sagte, Pjöngjang nutze die Angelegenheit als Verhandlungskarte. Die Rückführung werde einen Preis haben, nicht nur einen finanziellen.

Angesichts der Sanktionen des UN-Sicherheitsrats und der USA gegen Nordkorea könnten hohe Bargeldzahlungen umstritten sein. Die USA zerbrächen sich daher den Kopf über die Angelegenheit, hieß es weiter.

[Photo : KBS News]

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