WikiLeaks: Seoul entschied sich 2007 kurz vor Votum über UN-Menschenrechtsresolution zu Nordkorea um

erstellt: 2016-10-19 10:41:30 aktualisiert: 2016-10-19 15:19:39

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hat Dokumente veröffentlicht, nach denen Südkorea im Jahr 2007 nur zwei Stunden vor der UNO-Abstimmung über eine Menschenrechtsresolution zu Nordkorea seine Entscheidung änderte.

Die Angaben in Unterlagen der US-Regierung stehen im Widerspruch zu Behauptungen von damaligen südkoreanischen Regierungsbeamten, laut denen die Entscheidung für eine Enthaltung einige Tage vor der Abstimmung gefällt worden sei.

Der damalige US-Botschafter Alexander Vershbow schrieb laut den WikiLeaks-Dokumenten zwei Wochen nach dem Votum in einem Bericht für die Regierung in Washington ('UNGA FOLLOW UP DEMARCHE DELIVERED'), dass südkoreanische Diplomaten seinen Mitarbeitern von "schmerzhaften Diskussionen" nur zwei Stunden vor der Sitzung erzählt hätten.

Der damalige südkoreanische Außenminister Song Min-soon hatte letzte Woche seine Memoiren veröffentlicht. Er behauptet darin, dass der damalige Stabschef Moon Jae-in der Forderung des Geheimdienstchefs nachgab, Nordkorea vor der endgültigen Entscheidung zu konsultieren. Die Behauptung hat in Südkorea Wirbel ausgelöst.

Das Regierungslager wirft der damaligen Roh-Regierung und ihren Akteuren vor, eine Zustimmung Nordkoreas eingeholt zu haben. Diesen Vorwurf bestreiten die seinerzeit in die Vorgänge verwickelten Regierungsbeamten jedoch.

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