Erhitzte Debatte der Präsidentschaftskandidaten über Wirtschaftsfragen

erstellt: 2017-04-20 13:35:53 aktualisiert: 2017-04-20 14:38:25

Erhitzte Debatte der Präsidentschaftskandidaten über Wirtschaftsfragen

Die Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten am Mittwochabend hat sich zu einer erhitzten Debatte über Wirtschaftsfragen entwickelt.

Es zeigte sich, dass die Vorstellungen über Steuerpolitik, Schaffung von Arbeitsplätzen und Sozialleistungen deutlich auseinander gehen.

Nach Maßnahmen für mehr Steuergerechtigkeit befragt, sprachen sich Moon Jae-in von der Minjoo-Partei Koreas und Yoo Seung-min von der Bareun-Partei für Steuererhöhungen und eine stärkere steuerliche Belastung der Spitzenverdiener aus.

Ahn Cheol-soo von der Partei des Volkes und Sim Sang-jung von der Gerechtigkeitspartei plädierten hingegen für Steuergleichheit und eine progressive Besteuerung. Laut Ahn sei es fair, dass derjenige mehr zahle, der mehr verdiene.

Hong Joon-pyo von der Freiheitspartei hatte sich als einziger der fünf Kandidaten der Parteien für Steuersenkungen ausgesprochen. Auf diese Weise will er der Wirtschaft unter die Arme greifen und Arbeitsplätze schaffen.

Moon geriet wegen seiner Pläne für die Schaffung von Arbeitsplätzen ins Kreuzfeuer. Seine Konkurrentin Sim warf ihm vor, selbst in liberalen Regierungen mitgewirkt zu haben, die für das gegenwärtige System mit langen Arbeitszeiten und niedrigen Löhnen verantwortlich seien.

Hong monierte an Moons Plänen, den Industriepark im nordkoreanischen Kaesong auszubauen, dass damit lediglich Stellen für nordkoreanische Jugendliche geschaffen würden. Moon konterte mit dem Hinweis auf die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen auch bei südkoreanischen Zulieferern. Wenn 200 südkoreanische Unternehmen in Kaesong herstellen, dann würden ihnen 1.500 Handelspartner im Süden Waren liefern.

Auch am nationalen Rentensystem entzündete sich eine Debatte. Yoo warf Moon hinsichtlich seinen Plänen für einen Rentenanhebung vor, nicht zu erklären, woher die Mittel dafür kommen sollen. Ahn wollte von Moon wissen, wie er die Zahl der Rentenbezieher unter den Geringverdienern steigern wolle. Laut Moon müsse eine Expertenkommission eine Lösung hierfür erarbeiten.

Auch Moon teilte gegen seine Konkurrenten aus. Er kritisierte Hongs Entscheidung als Provinz-Gouverneur, die kostenlose Schulspeisung in der Provinz Süd-Gyeongsang zu stoppen und ein nationales Medizinzentrum zu schließen. Auch kritisierte er Ahns Versprechen, das Bildungsministerium abzuschaffen und das gegenwärtige Schulsystem zu reformieren als unrealistisch.

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