10. Jahrestag der Unterzeichnung innerkoreanischer Erklärung vom 4. Oktober open the window of AOD

erstellt: 2017-10-08

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Der 4. Oktober war das zehnte Jubiläum der „Erklärung für die Entwicklung der innerkoreanischen Beziehungen und für friedliches Gedeihen“ von 2007. Dem Geist der gemeinsamen Erklärung zum Trotz eskalieren die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel.

Der Status Quo der innerkoreanischen Beziehung wird in den Reaktionen auf den zehnten Jahrestag der Friedenserklärung deutlich.

Die Regierung in Seoul gab keinen gesonderten Kommentar ab. Ein Vertreter des Vereinigungsministeriums ließ lediglich verlauten, dass die Regierung die bisherigen Vereinbarungen zwischen Nord-und Südkorea respektiere. Das Vereinigungsministerium forderte Pjöngjang dazu auf, alle bisherigen, zwischen beiden Teilstaaten getroffenen Vereinbarungen zu beachten und sich um die Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen sowie der Förderung des Friedens auf der koreanischen Halbinsel zu bemühen.

Nordkorea fuhr hingegen mit seinen Verleumdungen fort. In einem Artikel des nordkoreanischen Parteiorgans Rodong Sinmun hieß es, der Süden sympathisiere mit den USA und sorge dafür, dass sich die Krise zwischen Nord-und Südkorea verschärfe und die Gefahr eines Atomkriegs eskaliere.

Die innerkoreanische Friedenserklärung wurde am 4.Oktober 2007, nach Gesprächen zwischen dem früheren südkoreanischen Präsidenten Roh Moo-hyun und Nordkoreas damaligen Staatschef Kim Jong-il, beim zweiten innerkoreanischen Gipfeltreffen verkündet.

Es wurde darin der Wille bekundet, an den Zielen der gemeinsamen Erklärung vom 15. Juni 2000 festzuhalten und eine gegenseitige Vertrauensbeziehung zu entwickeln. Darüber hinaus wurde verinbart, militärische Spannungen abzubauen und das Waffenstillstandsabkommen durch einen permanenten Friedensvertrag zu ersetzen.

Die Erwartungen an eine Umsetzung der Vereinbarungen rissen jedoch abrupt ab, nachdem im Juli 2008 eine südkoreanische Urlauberin im nordkoreanischen Geumgang-Gebirge erschossen wurde. Durch weitere Zwischenfälle in der Folgezeit verschärfte sich die Situation bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

Die Regierung in Seoul hatte ursprünglich geplant, mit einer gemeinsamen Veranstaltung zum zehnten Jubiläum der Erklärung auf privater Ebene das Eis aufzutauen. Nordkorea sollte daraufhin zur Teilnahme an den Winterspielen 2018 in Pyeongchang bewogen und ein Weg für die Versöhnung zwischen beiden Teilstaaten geebnet werden.

Wegen Nordkoreas sechsten Atomtest und Raketenprovokationen musste der Plan allerdings vorerst zurückgestellt werden.

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