Katar-Krise eskaliert weiter

erstellt: 2017-08-01

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Mit dem Näherrücken des am 1. September beginnenen Haji, der islamischen Pilgerfahrt nach Mekka, eskaliert der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und Katar. Beide Staaten werfen einander vor, die Wallfahrt nach Mekka zu politisieren. Im saudi-arabischen Sender Al Arabiya wurde am Sonntag eine Formulierung diskutiert, laut der Katar die Internationalisierung der heiligen Pilgerstätte Mekka forderte, weil die Saudis angeblich katarische Staatsbürger an ihrer Reise nach Mekka hinderten.

Diese Forderung wurde in Al Arabiya als aggressive Kriegserklärung gegen das saudische Königshaus gewertet. Katar seinerseits bezeichnete die Reaktion des großen Nachbarstaates als Versuch, Haji zu politisieren. Der katarische Außenminister sagte gegenüber dem Nachrichtenkanal Al Jazeera, man sei es leid, auf falsche Informationen und erfundene Geschichten zu reagieren.

Laut einem Bericht von Al Jazeera beschwerte sich das nationale Menschenrechtskomitee Katars am Samstag nach eigenen Angaben bei den Vereinten Nationen über die Hürden, die Saudi-Arabien katarischen Bürgern bei der Pilgerreise nach Mekka in den Weg stelle. Demnach dürften Bürger aus Katar nur über zwei Flughäfen nach Saudi-Arabien einreisen und müssten über Katars Hauptstadt Doha fliegen. Damit verstoße das Nachbarland eindeutig gegen internationale Rechte und das Recht auf freie Religionsausübung. Von saudischer Seite heißt es, Pilger aus Katar seien willkommen. Es sei Katar, das seinen Bürgern die Reise nach Mekka verbiete und dies ausnutze.

Das Emirat Katar ist seit Anfang Juni isoliert, seit die arabischen Nachbarn die diplomatischen Beziehungen abgebrochen und die Grenzen geschlossen haben. Sie werfen Katar vor, Terrororganisationen zu unterstützen und enge Verbindungen zum Iran zu pflegen.

Die Außenminister Saudi-Arabiens, Bahreins und Ägyptens trafen sich am Sonntag in der bahreinischen Hauptstadt Manama und teilten mit, die an Katar gestellten ursprünglichen 13 Forderungen nicht rückgängig machen zu wollen. Davor hatten sie die Forderungen abgeändert, mit der Begründung, sie müssten auch für Katar akzeptabel sein.

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