Mehr als 20 Tote bei Protestwelle im Iran

erstellt: 2018-01-03

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Der Iran wird derzeit von den größten Unruhen seit der gewaltsam unterdrückten Protestbewegung im Jahr 2009 erschüttert. Bei den Demonstrationen gegen das Regime sind bisher 22 Menschen ums Leben gekommen. Der Oberste Führer Khamenei vermutet Feinde des Iran hinter den Protesten.

Die Proteste haben sich mit Beginn des neuen Jahres in einen blutigen Aufstand verwandelt. Allein am 1. Januar starben im zentraliranischen Isfahan neun Demonstranten und Polizisten bei Zusammenstößen. In den sechs Tagen der Protestwelle kamen 22 Menschen ums Leben. Mindestens 500 wurden verhaftet. Die Demonstrationen hatten als Protest gegen zu hohe Preise für Grundnahrungsmittel und die Senkung von Fördergeldern für arme Bewohner ihren Anfang genommen. Inzwischen haben sie sich zu landesweiten Massenprotesten gegen das Regime und damit zu einem Machtkampf entwickelt.

Der Oberste Führer Khameini äußerte sich am Dienstag erstmals zu den Protesten im Land. Khameini sagte, die jüngsten Ereignisse zeigten, dass der Feind jede Schwachstelle nutze. Die Feinde des Iran hätten in den letzten Tagen den Unruhestiftern Geld und Waffen sowie politische Unterstützung zur Verfügung gestellt, um dem Iran zu schaden, so Khameini. Nach Angaben des iranischen Innenministeriums sei in den meisten Teilen des Landes wieder Ordnung hergestellt worden. Gegen gewaltsame Ausschreitungen werde die Regierung weiterhin eisern vorgehen.

Nach US-Präsident Donald Trump gab nun auch US-Vizepräsident Mike Pence seine Unterstützung für die Demonstrationen offiziell bekannt. Die EU forderte von Teheran, dass friedliche Demonstrationen gewährleistet werden. Syrien bezeichnte die Proteste als Verschwörung der USA und Israels, Russland und die Türkei warnten vor Interventionen durch das Ausland.

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