Japans Flüchtlingspolitik

erstellt: 2018-07-04

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Japan ist großzügig, was die finanzielle Unterstützung von Flüchtlingen betrifft. Für die Aufnahme von Flüchtlingen macht das Land jedoch strenge Vorgaben.
Den Statistiken des japanischen Justizministeriums nach stellten 19.629 Menschen einen Antrag auf Anerkennung des Flüchtlingsstatus. Dies ist im Vorjahresvergleich ein Zuwachs von 80 Prozent.

Davon wurde bei 3.174 und damit bei rund 40 Prozent das Überprüfungsverfahren abgeschlossen. Bei 20 Personen wurde der Flüchtlingsstatus anerkannt. Dies sind 0,18 Prozent. Bei 45 wurde aus humanitären Gründen der Aufenthalt bewilligt. Insgesamt wurde es 65 Personen erlaubt, in Japan zu bleiben. Dies sind nur 0,57 Prozent der Antragsteller.

Während des Zeitraums von Januar bis September 2017 wurden die meisten Anträge von Menschen aus den Philippinen, Sri Lanka, Indonesien und Nepal eingereicht. Flüchtlinge aus Kriegsgebieten wie Syrien machten die Minderheit aus. 44 Prozent der Antragsteller, die abgelehnt wurden nannten als Grund für ihre Flucht Konflikte mit Bekannten, 66 Prozent waren wegen Schulden aus ihrer Heimat geflohen.

Japan nimmt seit 1982 Flüchtlinge auf. Seitdem gingen bei den zuständigen Behörden 60.676 Anträge auf die Anerkennung des Flüchtlingsstatus ein. Davon erhielten 24,3 Prozent, einschließlich Flüchtlingen, einen Schutzstatus. Beim Großteil handelt es sich um Menschen aus Vietnam, Laos und Kambodscha, die wegen der politischen Lage aus ihrem Land geflohen sind.

In Japan dauert es relativ lange bis die Überprüfung eines Antrags abgeschlossen ist. Das Überprüfungsverfahren dauert gewöhnlich 4 bis 5 Monate und kann sich bis zu 12 Monate hinziehen. Als Flüchtling anerkannte Personen genießen ähnliche Rechte wie japanische Bürger. Sie können frei ein- und ausreisen, beziehen Rente, Kindergeld und anderweitige Sozialzuschüsse. Bis letztes Jahr wurde es erlaubt, sechs Monate nach der Antragstellung zu arbeiten.

Die japanische Regierung ist der Meinung, dass das Flüchtlingsgesetz missbraucht werde, mit dem Zweck, in Japan zu arbeiten. Im Januar hat sie daher die Regelungen zum Gesetz zur Anerkennung des Flüchtlingsstatus verschärft. Antragstellern, bei denen gemäß dem Flüchtlingsabkommen die Wahrscheinlichkeit einer politischen oder religiösen Verfolgung besteht, erhalten sofort eine Arbeitsgenehmigung und Aufenthaltsgenehmigung. Diejenigen, bei denen die Behörde zu keiner sofortigen Einschätzung gelangt, dürfen wie bisher, erst nach sechs Monaten einer Arbeit nachgehen. Diejenigen, die einer Überprüfung nach keiner Verfolgung oder Unterdrückung ausgesetzt sind, sollen weder arbeiten noch im Land bleiben dürfen.

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