Regierung will Freihandelsabkommen mit riesigen Wirtschaftsräumen anstreben

erstellt: 2017-03-20

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Die südkoreanische Regierung will den auf die USA und China stark konzentrierten Außenhandel diversifizieren. Sie will Freihandelsabkommen mit riesigen Wirtschaftsräumen anstreben.

Diese Absicht teilte das Ministerium für Handel, Industrie und Energie in einem Bericht mit, der am Montag dem Parlament eingereicht wurde. Das Ressort zieht Mexiko, die Eurasische Wirtschaftsunion (EAEU) und den Golf-Kooperationsrat (GCC) in Betracht. Mit der EAEU sollen Gespräche über den Abschluss eines Freihandelspakts aufgenommen werden, mit dem GCC und Mexiko sollen die unterbrochenen Verhandlungen wieder aufgenommen werden.

Die Eurasische Wirtschaftsunion ist ein Zusammenschluss von Staaten der ehemaligen Sowjetunion und wurde 2015 gegründet. Die Mitglieder sind Armenien, Kasachstan, Kirigisistan, Russland und Weißrussland. Die Union ist ein riesiger Binnenmarkt mit mehr als 180 Millionen Einwohnern.

Mexiko ist ein riesiger Markt mit etwa 130 Millionen Einwohnern. Südkorea verhandelte mit dem zentralamerikanischen Land 2008 und 2009 über den Abschluss eines Abkommens für Strategische Wirtschaftskooperation, die Verhandlungen wurden jedoch unterbrochen.

Der Golf-Kooperationsrat besteht aus Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emirate. Mit mehr als 50 Millionen Einwohnern und einem Pro-Kopf-Einkommen von über 30.000 Dollar bildet der Golfkooperationsrat einen attraktiven Markt. Südkorea und der GCC hielten von 2007 bis 2009 drei Runden ihrer Freihandelsgespräche ab. Sie wurden jedoch ausgesetzt, da der Golfkooperationsrat nach der globalen Finanzkrise ein Moratorium für Freihandelspakte erklärte.

Ziel der Bemühungen um die Diversifizierung ist, von den USA und China ausgehende Risiken zu streuen. Wichtigster Abnehmer südkoreanischer Produkte ist China, gefolgt von den USA, Vietnam, Hongkong, Japan und Indien. Südkorea ist erheblich auf China und die USA angewiesen. Die Ausfuhren des Landes betrugen im Januar und Februar rund 83,5 Milliarden Dollar, 21,1 Milliarden Dollar davon entfielen auf China, zehn Milliarden Dollar auf die USA. Der Anteil beider Länder erreichte somit fast 40 Prozent. Jedoch werden derzeit wegen der Vergeltung Chinas für die Stationierung des Raketenabwehrsystems THAAD und des sich verstärkenden Protektionismus der USA Einbußen befürchtet.

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