Präsident Moon: Seoul im Falle von Stopp nordkoreanischer Provokationen gesprächsbereit

erstellt: 2017-06-16

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Präsident Moon Jae-in hat den Stopp weiterer Provokationen Nordkoreas mit Atomwaffen und Raketen als Bedingung für Gespräche genannt.

Moon präsentierte am Donnerstag in seiner Rede bei einer Zeremonie zum 17. Jubiläum des innerkoreanischen Spitzentreffens am 15. Juni 2000 eine umfassende Lösung für die nordkoreanische Nuklearproblematik. Der Kern ist die Forderung nach einer Rückkehr zu den Vereinbarungen zwischen Süd- und Nordkorea, die zur Zeit von früheren Regierungen erzielt wurden. Er betonte, dass diese Vereinbarungen der Grundsatz seien, zu dem Süd- und Nordkorea zurückkehren sollten. Er wolle Lösungswege für aktuelle innerkoreanische Angelegenheiten und Fragen betreffend die koreanische Halbinsel gemäß den bisherigen Einigungen suchen.

Mit diesen Worten machte der neue Staatschef seine Entschlossenheit deutlich, die Konfrontation in den innerkoreanischen Beziehungen zu beenden und einen Dialog anzustreben.

Zu den innerkoreanischen Vereinbarungen zählen die Gemeinsame Erklärung vom 15. Juni und die Erklärung vom 4. Oktober. Die Erklärung vom 15. Juni wurde beim ersten innerkoreanischen Spitzentreffen zwischen Südkoreas Präsident Kim Dae-jung und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il im Jahr 2000 vereinbart. Die Fünf-Punkte-Erklärung sieht eine unabhängige Lösung für die Frage der Wiedervereinigung und die Belebung des Austauschs zwischen beiden Koreas vor. Die Erklärung vom 4. Oktober stellt eine Vereinbarung beim zweiten Korea-Gipfel zwischen Präsident Roh Moo-hyun und Kim Jong-il 2007 dar. Sie besteht aus acht Punkten, die unter anderem die Umsetzung der Erklärung vom 15. Juni und die Beendigung der feindseligen Beziehungen vorsehen.

Hinter Moons Position wird die Absicht vermutet, die nordkoreanische Nuklearfrage im Rahmen der innerkoreanischen Beziehungen zu lösen. Moon will nämlich eine Lösung auf eigene Initiative im Rahmen der innerkoreanischen Vereinbarungen anstreben und nannte den Stopp von Provokationen als Bedingung für Gespräche. Damit lockerte Moon die Bedingungen für einen Dialog verglichen mit seiner Vorgängerin Park Geun-hye deutlich.

Nordkorea hat zwar seinerseits wiederholt die Umsetzung der beiden innerkoreanischen Erklärungen betont. Pjöngjang setzte jedoch strategische Provokationen mit Atomwaffen und Raketen fort und fordert von Seoul einen Wechsel in der Nordkorea-Politik. Die Aufmerksamkeit richtet sich darauf, welche konkreten Taktiken Präsident Moon für seinen umfassenden Lösungsansatz gegenüber Nordkorea präsentieren wird.

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