Zentralbank friert Leitzins ein und hebt Wachstumsprognose an

erstellt: 2017-07-13

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Die Koreanische Zentralbank hat am Donnerstag den Leitzins bei 1,25 Prozent belassen. Die Notenbank hob zugleich ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr um 0,2 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent an.

Die Währungshüter hatten im Juni letzten Jahres den Schlüsselzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent, den bisher niedrigsten Stand, gesenkt. Seitdem wurde der Zinssatz den 13. Monat in Folge nicht mehr angetastet.

Die Zentralbank entschied sich trotz der angedeuteten Möglichkeit einer Zinsanhebung erneut für die Einfrierung. Ihr Chef Lee Ju-yeol hatte im Juni erstmals seit drei Jahren die Möglichkeit signalisiert, die Zinsen wieder anzuheben. Es sei nötig, das Ausmaß der Lockerung der Geldpolitik zu korrigieren, sagte er.

Es scheint unvermeidlich zu sein, dass die Notenbank bald wieder an der Zinsschraube dreht. Der Grund ist, dass Zentralbanken weltweit, darunter in den USA und Europa, die Liquiditätsmenge langsam reduzieren wollen. In Südkorea herrscht auch große Besorgnis über ein Ungleichgewicht im Finanzbereich. Die private Verschuldung nahm als Folge der niedrigen Zinsen in den letzten Jahren deutlich zu. Ein weiterer Grund ist, dass die USA im Juni den Leitzins auf dasselbe Niveau wie in Südkorea erhöhten. Sollten die USA im Dezember eine weitere Zinssteigerung beschließen, wird das dortige Zinsniveau über dem in Südkorea liegen. Das könnte zu einem massiven Kapitalabfluss aus Südkorea führen.

Die Entscheidung für die Zinseinfrierung trotz all dieser Faktoren wird darauf zurückgeführt, dass der Trend der konjunkturellen Erholung nicht stabil ist. Es ist auch ungewiss, wie sich die Ölpreise im zweiten Halbjahr entwickeln werden. Eine verfrühte Zinsanhebung könnte den Erholungstrend schwächen, heißt es.

Die Zentralbank korrigierte unterdessen die Wachstumsprognose nach April zum zweiten Mal in diesem Jahr nach oben. Es ist das erste Mal seit 2010, dass die Notenbank die Wachstumsprognose zweimal hintereinander anhob. Ursächlich für die erneute Anhebung waren gestiegene Erwartungen für den Export. Der Notenbankchef wies darauf hin, dass zwar das Konsumwachstum nicht zufriedenstellend sei, die Exporte aber deutlich gestiegen seien.

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