Mindestlohn für 2018 steigt um 16,4 Prozent auf 7.530 Won

erstellt: 2017-07-17

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Der gesetzliche Mindestlohn für das nächste Jahr ist auf 7.530 Won (6,68 Dollar) pro Stunde festgesetzt worden. Der Lohn wurde verglichen mit diesem Jahr um 16,4 Prozent oder 1.060 Won gesteigert. Das ist der bisher größte Zuwachs und gilt als Sieg der Arbeitnehmer. Die Unternehmerseite protestiert heftig und spricht von einer verantwortungslosen Entscheidung.

Der Mindestlohnausschuss brachte am Samstag die letzten Vorschläge der Arbeitgeber und -nehmerseite zur Abstimmung. 15 der insgesamt 27 Mitglieder stimmten für den Vorschlag der Arbeitnehmer, zwölf für das Angebot der Unternehmer. Ursprünglich hatte die Arbeitnehmerseite eine Steigerung von 54,6 Prozent auf 10.000 Won gefordert, während die Unternehmervertreter 6.625 Won, damit nur 2,4 Prozent mehr, vorgeschlagen hatten.

Im kommenden Jahr wird man mindestens 1.573.770 Won (1.396 Dollar) im Monat verdienen, sollte 40 Stunden in der Woche gearbeitet werden. Das sind etwa 220.000 Won (195 Dollar) mehr als in diesem Jahr. Vom gesetzlichen Mindestlohn werden schätzungsweise bis zu 4,63 Millionen Arbeitnehmer profitieren. Auch das Mutterschaftsgeld und das Arbeitslosengeld werden angehoben, da beide auf dem Mindestlohn beruhen.

Zu dem deutlichen Anstieg trug die Entschlossenheit von Präsident Moon Jae-in bei, sein Wahlversprechen umzusetzen. Er hatte versprochen, den Mindestlohn bis 2020 auf 10.000 Won (8,86 Dollar) anzuheben. Um das Ziel zu erreichen, muss der Lohn jedes Jahr im Schnitt um 15,7 Prozent steigen.

Sowohl die Arbeitnehmer- als auch die Unternehmerseite machen jedoch ihrem Unmut Luft. Gewerkschaften sind der Meinung, dass das Lohnniveau keineswegs ausreiche, damit einem Zwei- oder Dreipersonenhaushalt ein Mindestmaß an Würde ermöglicht werde. Der Mindestlohn müsse auf der Grundlage der Lebenshaltungskosten des Haushalts festgelegt werden. Unternehmer behaupten demgegenüber, dass Kleinbetriebe und Einzelhändler sowie kleine und mittlere Unternehmen in ihrer Existenz bedroht würden.

Die Regierung gab die Position bekannt, Kleinbetriebe, Einzelhändler und den Mittelstand finanziell zu entlasten. Der durchschnittliche Anstieg in den letzten fünf Jahren betrug 7,4 Prozent. Die Regierung will den über den Durchschnitt hinausgehenden Teil des Lohnanstiegs im kommenden Jahr mit Staatsgeldern finanzieren.

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