Südkorea, USA und Japan begrüßen Verabschiedung neuer UN-Sanktionen gegen Nordkorea

erstellt: 2017-08-07

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Südkorea, die USA und Japan haben die einstimmige Annahme einer neuen Sanktionsresolution des UN-Sicherheitsrats gegen Nordkorea begrüßt.

Das südkoreanische Präsidialamt teilte die Position mit, es sei wichtig, dass die neue Resolution einstimmig und binnen kurzer Zeit verabschiedet worden sei. Ein Verbot der Öllieferungen an Nordkorea sei zwar nicht berücksichtigt worden, es sei jedoch viel wichtiger, dass China und Russland der Resolution zugestimmt hätten, hieß es.

Das Präsidialamt maß dem zügigen Beschluss der Sanktionen große Bedeutung bei. In der Vergangenheit hatte es etwa drei Monate nach einer Provokation gedauert, bis eine Einigung mit China über eine Sanktionsresolution des UN-Sicherheitsrats gegen Nordkorea zustande kam. Diesmal kam es lediglich nach einem Monat zu einer Einigung und sogar nur eine Woche nach dem zweiten Test der Interkontinentalrakete Hwasong-14 durch Nordkorea am 28. Juli. Das sei das Ergebnis der Erkenntnis Chinas und Russlands, die die Angelegenheit der nordkoreanischen Interkontinentalraketen sehr ernst nehmen, hieß es.

US-Präsident Donald Trump begrüßte in den sozialen Medien die Annahme der UN-Resolution, obwohl er im Urlaub ist. Er drückte Dankbarkeit für die Kooperation Chinas und Russlands aus. Das ist bemerkenswert, da er bisher China gerügt hatte, in der Nordkorea-Angelegenheit nicht zu kooperieren. Trump betonte, dass die neue Resolution das bisher größte einzelne Sanktionspaket gegen Nordkorea sei.

Unterdessen unterstrich der Nationale Sicherheitsberater der USA, Herbert McMaster, dass alle Optionen einschließlich eines Präventivkriegs gegen Nordkorea bereitgestellt würden.

Der japanische Premierminister Shinzo Abe schätzte in einer Stellungnahme die neue Resolution des Weltsicherheitsrats hoch. Die Resolution stelle eine eindeutige Botschaft der internationalen Gemeinschaft dar, dass der Druck auf Nordkorea eine höhere Stufe erreichen müsse. Abe forderte zugleich Nordkorea auf, Resolutionen des UN-Sicherheitsrats einzuhalten und auf Nuklear- und Raketentests zu verzichten.

Nordkorea protestierte unterdessen heftig gegen die neuen Sanktionen. Sollten die USA Nordkorea reizen, werde sich das US-Festland in ein Flammenmeer verwandeln, drohte das Parteiorgan „Rodong Sinmun“. Die Abschreckung vor einem Krieg sei Nordkoreas strategische Wahl für die Landesverteidigung, hieß es.

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