Apartmentpreise in Seoul erstmals seit 17 Monaten rückläufig

erstellt: 2017-08-11

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Die Apartmentpreise in Seoul sind erstmals seit 17 Monaten gefallen. Dies wird als Effekt der neuen Maßnahmen gegen die rasant steigenden Immobilienpreise betrachtet.

Nach Angaben des Koreanischen Gutachterausschusses am Donnerstag waren Apartmentwohnungen in der Hauptstadt mit Stand von Montag 0,03 Prozent billiger als eine Woche zuvor. Der letzte Preisrückgang war im Februar 2016 registriert worden.

Die Apartmentpreise stiegen landesweit um 0,01 Prozent, die Teuerung verlangsamte sich deutlich von 0,1 Prozent in der Vorwoche. Die Preise in der Provinz Gyeonggi zogen um 0,03 Prozent an, nach einem Anstieg um 0,12 Prozent in der Vorwoche. Die Preise in anderen Regionen blieben nach einer Teuerung von 0,02 Prozent in der Vorwoche unverändert: In Süd-Gyeongsang, Nord-Gyeongsang, Nord-Chungcheong und Ulsan wurden die Wohnungen preiswerter. In Busan und Daegu verlangsamte sich der Preisanstieg deutlich. In der Stadt Sejong, die als Spekulationszone eingestuft worden war, gab es keine Änderung. Demgegenüber wurden Apartmentwohnungen in Daejeon, das weder zur Zone überhitzter Spekulation noch zur Zone mit Spekulationsverbot erklärt worden war, 0,05 Prozent teurer.

Das Phänomen könnte als Effekt der am 2. August vorgelegten Maßnahmen zum Immobilienmarkt betrachtet werden. Das lässt sich deutlich an den Preisentwicklungen in den Zonen mit überhitzter Spekulation erkennen. Dem Maßnahmenpaket zufolge wurden alle Bezirke der Hauptstadt zu Gebieten mit überhitzter Spekulation erklärt. Elf Bezirke, darunter Gangnam, wurden als Spekulationsverbot-Zonen eingestuft. Demnach stieg die Zahl der Angebote für einen dringenden Verkauf plötzlich drastisch, während kaum Kaufanfragen eingingen. Dies führte zu einem Preisrückgang. Der Bezirk Seocho verzeichnete mit 0,22 Prozent den stärksten Preisrückgang, in Gangdong fielen die Preise um 0,2 Prozent.

Die neuen Maßnahmen beschloss die Moon Jae-in-Regierung, da die Apartmentpreise seit ihrem Amtsantritt in die Höhe geschnellt waren. Im Mittelpunkt steht, durch die Ausweisung von Zonen mit überhitzter Spekulation und Spekulationsverbot-Zonen die Teuerung im Zaum zu halten. Für solche Zonen gelten Restriktionen wie die Einschränkung der Kreditaufnahme von Besitzern mehrerer Wohnungen und ein höherer Steuersatz für den Veräußerungsgewinn.

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