Moon und Trump einig über Abschaffung von Obergrenze für Nutzlast koreanischer Raketen

erstellt: 2017-09-05

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Südkorea und die USA haben sich unerwartet darauf geeinigt, die Obergrenze für die Nutzlast von Raketen der südkoreanischen Armee abzuschaffen. Dies wird den Streitkräften erlauben, ihre eigenen Fähigkeiten zur Bestrafung nordkoreanischer Provokationen deutlich zu verbessern.

Die Einigung kam in einem Telefongespräch zwischen Präsident Moon Jae-in und US-Präsident Donald Trump am Montag zustande. Es wäre nicht übertrieben zu sagen, dass die Abschaffung der Obergrenze für das Gewicht des Raketensprengkopfs eine Gelegenheit darstelle, die Kapazitäten der südkoreanischen Armee im Raketenbereich dramatisch zu verstärken.

Für Südkorea besteht gemäß den im Jahr 1979 mit den USA vereinbarten Raketenrichtlinien eine Obergrenze für die Reichweite und die Nutzlast ballistischer Raketen. Ziel war es, durch die Begrenzung der südkoreanischen Raketenfähigkeit ein Wettrüsten in der Region zu verhindern.

Angesichts der wachsenden Bedrohung durch Nordkoreas Atomwaffen und Raketen strebte Südkorea jedoch eine Revision der Raketenrichtlinien an. Ursprünglich wurde von einer Erhöhung der maximalen Nutzlast auf eine Tonne gesprochen. Die 2012 geänderten aktuellen Richtlinien begrenzen die Reichweite auf maximal 800 Kilometer und das Gewicht des Gefechtskopfs auf 500 Kilogramm. Die Streitkräfte haben derzeit Raketen vom Typ Hyunmoo-2A mit 300 Kilometer Reichweite und Hyunmoo-2B-Raketen mit 500 Kilometer Reichweite im Einsatz. Die Hyunmoo-2C mit einer Reichweite von 800 Kilometern schloss den letzten Testflug ab und steht kurz vor der Indienststellung.

Sollten Hyunmoo-2C-Raketen zum Einsatz kommen, kann auch von südlichen Regionen Südkoreas aus das gesamte nordkoreanische Gebiet erreicht werden. Da die Nutzlast jedoch auf 500 Kilogramm begrenzt ist, gab es Grenzen bei der Zerstörungskraft. Mit einem 500 Kilogramm schweren Gefechtskopf könne beispielsweise nur eine Startbahn eines Flugplatzes vernichtet werden, heißt es. Nordkorea errichtete wichtige Anlagen wie Nuklear- und Atomanlagen und Kommandozentralen tief in der Erde. Mit einer Nutzlast von mehr als einer Tonne kann auch ein unterirdischer Bunker zerstört werden.

Es wird erwartet, dass die Streitkräfte vorhandene Raketen verbessern oder neue Raketen mit größerer Leistung entwickeln werden. Die Entwicklung wird offenbar nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, weil Südkorea über ausreichende technologische Fähigkeiten hierfür verfügt.

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