Moon und Abe einig über Kooperation für stärkere UN-Sanktionen gegen Nordkorea

erstellt: 2017-09-07

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Präsident Moon Jae-in und Japans Premierminister Shinzo Abe haben sich darauf geeinigt, für den Beschluss stärkerer Sanktionen der Vereinten Nationen gegen Nordkorea zu kooperieren. Im Mittelpunkt soll ein Stopp von Öllieferungen an Nordkorea stehen.

Moon und Abe führten am Donnerstag am Rande des Eastern Economic Forum in Wladiwostok ein Spitzengespräch. Sie teilten die Ansicht, dass in der aktuellen Situation statt eines Dialogs größtmögliche Sanktionen und die Druckausübung gegenüber Nordkorea vorangetrieben werden müssten. Beide vereinbarten eine Kooperation, damit der UN-Sicherheitsrat deutlich schärfere Sanktionen gegen Nordkorea beschließt. In diesem Kontext sollen Anstrengungen unternommen werden, um China und Russland zur Zustimmung zu neuen Strafmaßnahmen einschließlich eines Ölembargos zu überreden.

Beide betonten unter anderem die Notwendigkeit der Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Südkorea und Japan. Moon sagte, es sei wichtig zu verhindern, dass die Situation auf der koreanischen Halbinsel außer Kontrolle gerate. Beide Länder sollten in Kooperation mit der Weltgemeinschaft größtmöglichen Druck ausüben. Dadurch sollte Nordkorea zum Verzicht auf Atomwaffen und Raketen bewegt und schließlich eine friedliche Lösung erreicht werden, hieß es.

Abe äußerte, Nordkoreas wiederholte Provokationen stellten eine beispiellose, massive und dringende Bedrohung dar. Er hoffe, dass Südkorea, Japan und die USA im Umgang mit Nordkorea noch enger kooperieren würden.

Wie verlautete, hätten die USA einen Resolutionsentwurf für harte Nordkorea-Sanktionen unter den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats in Umlauf gebracht. Laut Medienberichten sieht der Entwurf vor, Machthaber Kim Jong-un auf die Sanktionsliste zu setzen, ein vollständiges Embargo für Rohöl und Ölprodukte zu verhängen, die Entsendung nordkoreanischer Arbeitskräfte ins Ausland zu verbieten und den Einsatz militärischer Ressourcen für Kontrollen nordkoreanischer Schiffe zu erlauben. Nordkorea importiert schätzungsweise 500.000 bis eine Million Tonnen oder mehr Rohöl im Jahr. Die Lieferungen stammen überwiegend aus China.

Die USA wollen am 11. September eine Abstimmung über den Resolutionsentwurf zustande bringen. Ob diese wie von Washington gewünscht stattfindet, ist jedoch ungewiss, da sich China und Russland gegen ein Ölembargo aussprechen.

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