UN-Bericht: Nordkorea verdient Geld dank Schlupflöchern in Sanktionen

erstellt: 2017-09-08

Title

Einem Bericht zufolge hat Nordkorea dank Schlupflöchern in den Sanktionen des UN-Sicherheitsrats enorme Gelder auf illegale Weise verdient.

Einen entsprechenden Zwischenbericht über die Umsetzung der Nordkorea-Sanktionen habe eine Expertengruppe unter dem Ausschuss für Nordkorea-Sanktionen des UN-Sicherheitsrats dem Rat vorgelegt, schrieb die US-Zeitung „Wall Street Journal“ am Donnerstag.

In dem Bericht wurden zwei Gründe genannt, warum Schlupflöcher entstanden und Nordkorea dadurch Geld verdienen kann. Einer ist die nachlässige Umsetzung durch die Mitgliedsländer. Ein weiterer Grund ist die Verbesserung der Techniken Nordkoreas für die Umgehung der Strafmaßnahmen. Dadurch sei der Effekt der Sanktionen stark beeinträchtigt. Die tatsächliche Umsetzung erreiche bei weitem nicht das Niveau, um das Kernziel, die Denuklearisierung Nordkoreas, zu verwirklichen, hieß es.

Nordkorea habe seit Ende letzten Jahres 270 Millionen Dollar durch den laut UN-Resolutionen verbotenen Export von Ressourcen wie Kohle, Eisen und Zink verdient, steht in dem Bericht. Die Exporte gingen größtenteils an China. Nachdem China im Februar Kohleimporte aus Nordkorea gestoppt hatte, begann Nordkorea, Kohle an andere Länder wie Malaysia und Vietnam zu exportieren.

Es wurde auch offenbart, dass Nordkorea den Wachdienst für die Präsidentenresidenz, die Armee und Polizei in Angola und Uganda ausgebildet hatte. In dem Bericht wurden auch einige nordkoreanische Banken genannt, die chinesische Unternehmen gründeten, betreiben und besitzen.

Das Expertenpanel erklärte außerdem, dass es die Beziehungen zwischen dem nordkoreanischen Unternehmen Korea Mining Development Trading Corporation (KOMID) und dem Scientific Studies and Research Center (SSRC) in Syrien untersuche. KOMID betreibt Geschäfte mit Chemiewaffen, ballistischen Raketen und konventionellen Waffen. SSRC ist eine syrische Behörde, die für die Entwicklung von Bio- und Chemiewaffen zuständig ist. Es heißt, dass Pjöngjang in Syriens Scud- und Boden-Luft-Raketensysteme verwickelt sei. Zwei Mitgliedsländer hätten die Verschiffungen aus Nordkorea nach Syrien blockiert.

Bisher wurde wiederholt von Lücken in den Nordkorea-Sanktionen des UN-Sicherheitsrats gesprochen. Der neue Bericht nennt konkrete Beispiele solcher Schlupflöcher. Demnach wird erwartet, dass der Bericht auf einen Beschluss von verschärften Sanktionen der UNO großen Einfluss ausüben wird.

  • RSS
  • Facebook
  • Twitter
  • Ausdrucken
  • Liste
  • Top
prev  prev  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 next
Internet Radio On-Air Window to KBS WORLD Radio Window to KOREA
Koreanisch für alle Fälle (Mobile)
Nordkorea im Fokus
Mehr Angebote
KBS World Radio Mobile
  • KBS World Radio Mobile
  • Die neue maßgeschneiderte App bietet Ihnen unter anderem Nachrichten, andere Programme, den Sprachkurs sowie Videos, Audio-on-Demand und Podcasts ...

<

1 / 4

>