Seoul bereitet Verhandlungen über Aufteilung der Stationierungskosten der US-Truppen vor

erstellt: 2017-09-11

Title

Die Regierung hat laut Informationen interne Vorbereitungen für Verhandlungen mit den USA über die Aufteilung der Stationierungskosten der US-Streitkräfte in Südkorea begonnen. Voraussichtlich Mitte September wird ein für die Verhandlungen zuständiger Botschafter ernannt.

Seoul und Washington müssen über die Höhe des südkoreanischen Beitrags für die Stationierungskosten der US-Truppen ab dem Jahr 2019 verhandeln. Die Einigung erfordert eine Ratifizierung in der Nationalversammlung. Das neue Abkommen muss in der regulären Sitzungsperiode im Herbst 2018 ratifiziert werden. Das heißt, dass im kommenden Februar formelle Verhandlungen starten müssen.

Es wird erwartet, dass diesmal die Diskussionen vorgezogen und bereits zu Jahresende beginnen werden. US-Präsident Donald Trump hatte bereits im Wahlkampf die Notwendigkeit betont, dass die Verbündeten der USA mehr für die Verteidigung zahlen müssten.

Das Abkommen über den Status der US-Truppen in Korea (SOFA) sieht vor, dass die USA die gesamten Kosten für die Aufrechterhaltung ihrer Streitkräfte in Südkorea übernehmen. Stattdessen stellt Südkorea den US-Truppen unentgeltlich Anlagen und Grundstücke zur Verfügung. Jedoch begann Südkorea im Jahr 1991 gemäß einem Sonderabkommen über die Aufteilung der Verteidigungskosten (SMA) damit, seinen Beitrag für die Kosten der US-Truppen zu zahlen. Das Abkommen wurde seitdem achtmal erneuert.

Das aktuelle neunte Abkommen wurde im Januar 2014 abgeschlossen und ist bis 31. Dezember 2018 gültig. Südkoreas Beitrag gemäß dem Abkommen betrug im Jahr 2014 920 Milliarden Won oder 813 Millionen Dollar. Die Höhe wurde jedes Jahr unter Berücksichtigung der Inflationsrate im vorletzten Jahr neu festgelegt. Südkorea übernimmt schätzungsweise etwa die Hälfte der gesamten Stationierungskosten der US-Truppen auf seinem Boden. Das unterscheidet sich deutlich von Trumps Behauptung über eine „Trittbrettfahrt“ der Verbündeten in der Verteidigung. Die USA verlangen von den NATO-Mitgliedern, zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung auszugeben. Südkoreas Wehretat erreichte 2015 2,35 Prozent des BIP. All dies will Seoul angesichts des Drucks für einen deutlich höheren Beitrag in den Vordergrund stellen.

  • RSS
  • Facebook
  • Twitter
  • Ausdrucken
  • Liste
  • Top
prev  prev  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 next
Internet Radio On-Air Window to KBS WORLD Radio Window to KOREA
Koreanisch für alle Fälle (Mobile)
Nordkorea im Fokus
Mehr Angebote
RSS Service
  • RSS Service
  • RSS ermöglicht es dem Internetnutzer, Inhalte einer bestimmten Webseite zu abonnieren.

<

3 / 4

>