Ein Jahr nach Erdbeben in Gyeongju

erstellt: 2017-09-12

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Seit dem starken Erdbeben der Stärke 5,8 in Gyeongju ist ein Jahr vergangen. Die Angst vor Beben bleibt jedoch bestehen, die Wiederaufbauarbeiten wurden noch nicht abgeschlossen.

Das Erdbeben in Gyeongju ereignete sich am 12. September letzten Jahres. Gegen 19.45 Uhr kam es zu einem Beben mit einer Stärke von 5,1 auf der Richterskala. Etwa 50 Minuten später suchte ein weiteres Beben der Stärke 5,8 die alte Hauptstadt im Südosten des Landes heim. Die Erschütterungen konnten landesweit gespürt werden. In benachbarten Städten wie Daegu, Busan und Ulsan entstanden Risse in Gebäuden. Es wurden 23 Menschen verletzt und Sachschäden in Höhe von elf Milliarden Won oder 9,7 Millionen Dollar registriert. Zudem wurden Kulturgüter, darunter historische Stätten aus der Zeit der Silla-Dynastie, beschädigt.

Die Regierung bestimmte nach den Beben Gyeongju zum Sonderkatastrophengebiet und unterstützte die Sanierungen. Demnach konnten dringliche Sanierungen von Infrastrukturanlagen, Wohnhäusern und Gebäuden überwiegend abgeschlossen werden. Die Einwohner der Stadt und der Provinz Nord-Gyeongsang konnten jedoch bisher die Angst vor Erdbeben nicht abschütteln. Denn es wurden seither mehr als 630 Nachbeben gezählt.

Die Sanierung der Kulturgüter ist noch im Gang. Bisher wurden in 56 von insgesamt 67 Schadensfällen Restaurierungs- oder Reparaturarbeiten abgeschlossen. In den elf restlichen Fällen wird die Erteilung des Auftrags vorbereitet oder die Bauarbeiten werden noch durchgeführt.

Die Nachrüstung von Gebäuden für die Erdbebensicherheit kommt nur schleppend voran. Anlässlich des Erdbebens in Gyeongju hatte die Provinz Nord-Gyeongsang das Ziel ausgegeben, den Anteil der bebensicheren öffentlichen Einrichtungen bis 2021 auf 70 Prozent zu erhöhen. Angesichts Schwierigkeiten bei der Beschaffung öffentlicher Finanzmittel hierfür wurde jedoch der Zielwert auf 45,2 Prozent gesenkt.

Von den Schulen in der Nord-Gyeongsang sind lediglich 18,7 Prozent bebensicher gebaut. Der Anteil wird nach dem Abschluss der Nachrüstungsarbeiten zu Jahresende auf 36 Prozent steigen. Das sei jedoch immer noch sehr niedrig. Der entsprechende Anteil bei privaten Gebäuden beträgt mit Stand von 2015 34,3 Prozent in der Provinz. Die Provinzverwaltung gab eine Studie in Auftrag, um die bebensichere Nachrüstung von privaten Gebäuden zu fördern.

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