Krise auf der koreanischen Halbinsel und PyeongChang-Spiele

erstellt: 2017-10-03

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Trotz der Krise wegen des nordkoreanischen Atomprogramms werden die Olympischen Winterspiele 2018 in PyeongChang nicht bedroht. Ihre Bedeutung wird vielmehr durch die Krise größer. Die Botschaft des Friedens, die bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul tönte, wird ein größeres Echo finden.

Die eskalierenden Spannungen wegen der nordkoreanischen Nuklearfrage stellen bestimmt eine globale Besorgnis dar. Die daraus resultierenden Sicherheitsbedenken weisen die südkoreanische Regierung und das Internationale Olympische Komitee (IOC) jedoch zurück. In den Medien wurde zwar berichtet, dass Frankreich und Österreich überlegten, die Spiele in PyeongChang zu boykottieren. Die Regierung oder das Olympische Komitee beider Staaten dementierte jedoch die Meldungen.

Die Nachrichtenagentur AFP meldete, dass die französische Sportministerin Laura Flessel am 21. September die Möglichkeit des Startverzichts bei der Olympiade erwähnt habe. Sie sagte in einem Medieninterview, das französische Team werde zu Hause bleiben, solange keine definitive Sicherheit gewährleistet sei. Zugleich hieß es, es sei noch nicht an der Zeit, eine Nichtteilnahme zu erwägen. Später sagte Fressel jedoch beim Treffen mit dem südkoreanischen Vizeminister für Kultur, Sport und Tourismus, Roh Tae-kang, man habe den Boykott weder erwähnt noch überlegt.

Der Chef des österreichischen Olympischen Comités (ÖOC), Karl Stoss, sagte in einem Medieninterview am 23. September, falls sich die Situation verschlimmere und die Sicherheit der Athlethen nicht mehr garantiert sei, werde man nicht nach Südkora gehen. Kurz danach erläuterte das Komitee in einer E-mail an das Organisationskomitee der PyeongChang-Spiele die Äußerung seines Chefs. Derzeit drücke man keine Besorgnis aus, hieß es.

Die Position des IOC zur Sicherheit der Spiele in PyeongChang ist felsenfest. IOC-Präsident Thomas Bach betonte am 13. September hinsichtlich der Krise auf der koreanischen Halbinsel, es gebe keinen Plan B. An dieser Position hält das IOC fest. Bach sagte, es würde eine falsche Botschaft aussenden, wenn man jetzt über andere Szenarien spreche.

Südkorea sendet weiterhin eine Botschaft aus, dass das Land die Sicherheit der Spiele in PyeongChang nach besten Kräften garantieren werde. Präsident Moon Jae-in wirbt für die Olympiade und betont den Frieden, das tat er auch in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung im September. Er traf IOC-Chef Bach und zeigte die Entschlossenheit für eine erfolgreiche Ausrichtung auf.

Südkorea ist ein Teilstaat, der militärisch Nordkorea gegenübersteht. Das könnte einen verunsichern, das Land hat jedoch viele internationale Veranstaltungen sicher ausgetragen. Die Olympiade 1988 in Seoul wurde ein Anlass für die Beendigung des Kalten Kriegs. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2002 zeigte das Potenzial der Koreaner und der koreanischen Kultur deutlich. Auch weitere große internationale Wettkämpfe, die Südkorea ausgerichtet hat, waren von der Botschaft von Eintracht und Frieden geprägt.

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