China rät Südkoreanern in Grenzgebiet zu Nordkorea wegen Sicherheitsbedenken zur Heimkehr

erstellt: 2017-10-12

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Einige in China lebende Südkoreaner sind wegen der Gefahr, eventuell Terrorangriffen durch Nordkorea ausgesetzt zu sein, ins Heimatland zurückgekehrt.

Wie verlautete, habe Peking Anfang Oktober Geheimdienstinformationen erhalten, dass Nordkorea Südkoreaner in China entführen und Terrorangriffe gegen sie verüben könnte. Demnach rieten chinesische Sicherheitsbehörden über zehn betroffenen Südkoreanern zu einer vorläufigen Heimkehr. Nach Angaben des südkoreanischen Außenministeriums am Donnerstag haben fünf von ihnen bereits China verlassen. Weitere sind in eine andere Region gegangen oder überlegen eine baldige Rückkehr.

Demnach bemüht sich das südkoreanische Außenministerium nun darum, die in China verweilenden Staatsbürger zu schützen. Das Ressort überwacht durch dortige diplomatische Vertretungen die Sicherheit der Landsleute stetig und mahnte sie zur Vorsicht. Zugleich will das Ministerium in enger Kooperation mit chinesischen Behörden nötige Maßnahmen ergreifen. Das Generalkonsulat in Shenyang informierte seinerseits die Landsleute über die Situation und mahnte zu einer großen Vorsicht.

Im Grenzgebiet zwischen Nordkorea und China sind Mitarbeiter der nordkoreanischen Armee und des Geheimdiensts aktiv im Einsatz. Dort befinden sich der für Koreaner heilige Berg Baekdu und historische Stätten des koreanischen Reichs Goguryeo. Auch gibt es den koreanischen Autonomen Bezirk Yanbian. Deshalb verweilen auch viele Südkoreaner dort, zudem besuchen viele Touristen aus Südkorea die Region. Das stellt gute Bedingungen für die Umsetzung eventueller Pläne Nordkoreas dar, Südkoreaner zu entführen oder Terrorangriffe gegen sie zu verüben.

Die entsprechende Gefahr wurde bereits mehrfach angesprochen. Nordkorea gerät wegen der internationalen Sanktionen weiter in eine Isolation. Deshalb sei es möglich, dass das Land im chinesischen Grenzgebiet zu Nordkorea Terrorakte gegen Südkoreaner durchführen würde, heißt es. Der südkoreanische Geheimdienst verwies letztes Jahr auf die Gefahr eventuller Giftangriffe durch Nordkorea gegen Südkoreaner im Ausland oder deren Entführungen. Nordkoreanische Institutonen, die für Spionageaktivitäten gegenüber Südkorea zuständig sind, verstärken auf Anweisung von Machthaber Kim Jong-un ihre Fähigkeiten für Terrorangriffe, hieß es damals.

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