Alle männlichen Verdächtigen im Mordfall Kim Jong-nam als Nordkoreaner identifiziert

erstellt: 2017-11-07

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Es ist offiziell bestätigt worden, dass Nordkorea hinter der Ermordung von Kim Jong-nam, dem Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un, steckt.

Die malaysische Polizei teilte am Montag mit, dass alle männlichen Verdächtigen in dem Mordfall nordkoreanische Staatsbürger seien. Nordkorea hatte behauptet, dass das Mordopfer nicht Kim Jong-nam sondern ein Nordkoreaner namens Kim Chol sei. Zugleich hatte das Land den Verdacht zurückgewiesen, dass vier Nordkoreaner in den Fall verwickelt gewesen sind.

Malaysia hat bisher Nordkorea nicht unmittelbar als Drahtzieher des Attentats bezeichnet. Kim Jong-nam wurde am 13. Februar am Flughafen von Kuala Lumpur mit einer Chemiewaffe ermordet.

Ein malaysischer Polizeibeamter erschien am Montag als Zeuge vor Gericht und gab die Identität der nordkoreanischen Verdächtigen bekannt. Diese nutzten Decknamen. Der als Hanamori bekannte Mann, der das Attentat vor Ort leitete, wurde als ein 57-jähriger Nordkoreaner namens Ri Jae-nam identifiziert. Mr. Chang und Mr. Y, die eine Indonesierin und eine Vietnamesin mit Nervengift VX Kim Jong-nam angreifen ließen, wurden als Hong Song-hac (34 Jahre) und Ri Ji-hyon (33) bestätigt. Ein weiterer als James bekannter Verdächtiger heißt O Jong-gil (54).

Sie sind identisch mit vier Nordkoreanern, gegen die Interpol im März bezüglich des Mordfalls eine Rote Ausschreibung veranlasste. Der Polizeibeamte sagte, dass die Nordkoreaner ab 31. Januar nacheinander nach Malaysia eingereist seien und das Attentat vorbereitet hätten. Etwa drei Stunden nach der Tat stiegen sie in ein Flugzeug nach Jakarta und flohen vermutlich über die Vereinigten Arabischen Emirate und Russland nach Pjöngjang. Der südkoreanische Geheimdienst hatte zuvor bekannt gegeben, dass die vier Nordkoreaner Mitarbeiter des nordkoreanischen Sicherheits- und des Außenministeriums seien. Diese hätten beide Südostasiatinnen in den Fall verwickelt und für die Ermordung trainiert.

Ihre Flugtickets bereitete Kim Uk-il, ein Mitarbeiter der staatlichen nordkoreanischen Fluggesellschaft Air Koryo, vor. Die Polizei legte Aufnahmen einer Überwachungskamera als Beweis vor, die zeigen, dass die Verdächtigen Kim nach der Tat im Abflugterminal treffen. Ein weiterer anwesender Mann wird als Hyon Kwang-song vermutet, der Zweite Sekretär der nordkoreanischen Botschaft in Malaysia. Kim und Hyon kehrten Ende März nach Nordkorea zurück.

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