US-Präsident Trump hält Rede vor Südkoreas Parlament

erstellt: 2017-11-08

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US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch eine Rede vor der südkoreanischen Nationalversammlung gehalten und den „Frieden durch Stärke“ unterstrichen.

Trump würdigte zuerst die beachtliche Entwicklung der Republik Korea. Korea habe die Wunden des Kriegs überwunden und sich zu einem hervorragenden Staat in der Welt entwickelt. Das sei jedoch nur im Süden geschehen, sagte er und kritisierte Nordkorea aufs Schärfste. Trump bezeichnete Kim Jong-un als grausamen Diktator und verurteilte die Menschenrechtslage in Nordkorea scharf. Nordkorea sei eine Hölle, in die niemand gehen dürfe, hieß es.

Der US-Präsident warnte Nordkorea davor, die USA zu unterschätzen oder zu testen. Drei derzeit in der Umgebung der koreanischen Halbinsel eingesetzte Flugzeugträger seien mit F-35-Kampfjets ausgerüstet, nuklear getriebene U-Boote befänden sich in angemessener Entfernung, sagte er und betonte den „Frieden durch Stärke“.

Trump unterstrich zudem, dass Südkorea ein vertrauenwürdiges Bündnisland sei und dies auch künftig bleiben werde. Er forderte China und Russland auf, sämtliche Handels- und technische Beziehungen mit Nordkorea abzubrechen.

Vor der Rede flog Trump mit dem Hubschrauber zur demilitarisierten Zone (DMZ), musste jedoch wegen der ungünstigen Wetterlage nach Seoul zurückkehren, ohne das Ziel zu erreichen. Im Anschluss an die Rede vor dem Parlament besuchte er den Nationalfriedhof in Seoul, bevor er nach China weiterreiste.

Präsident Moon Jae-in und Präsident Trump führten am Dienstag an Moons Amtssitz Spitzengespräche. Beide bekräftigten das Prinzip, die nordkoreanische Nuklearfrage friedlich zu lösen und dauerhaften Frieden auf der koreanischen Halbinsel sicherzustellen. Sie vereinbarten, die Strategie von Maximaldruck und Sanktionen fortzusetzen, um Nordkorea zu einem Dialog über die Denuklearisierung zu bewegen. Sie warnten Nordkorea, gegen neue Provokationen mit überwältigender Macht und entschieden vorzugehen.

Trump betonte eine diplomatische Lösung für die nordkoreanische Nuklearproblematik, indem er „alle verfügbaren Mittel außer militärischer Schritte“ erwähnte. Er sagte außerdem, Südkorea werde nicht ausgelassen, und zerstreute somit die Besorgnis, dass Südkorea bei Diskussionen der Nachbarländer über Angelegenheiten betreffend die koreanische Halbinsel ausgegrenzt werden könnte.

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