Nordkoreanischer Soldat in Joint Security Area nach Südkorea übergelaufen

erstellt: 2017-11-14

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Ein nordkoreanischer Soldat ist in der Joint Security Area (JSA) im Waffenstillstandsort Panmunjeom nach Südkorea übergelaufen. Es ist die erste Flucht eines nordkoreanischen Soldaten durch die JSA seit zehn Jahren.

Laut dem Vereinigten Generalstab in Südkorea ereignete sich der Zwischenfall am Montag um 15.31 Uhr. Am Wachposten auf der südkoreanischen Seite wurde die Überwachung verschärft, nachdem mehrere Schüsse im nordkoreanischen Gebiet zu hören gewesen waren.

Die südkoreanische Seite fand um 15.56 Uhr 50 Meter südlich der militärischen Demarkationslinie (MDL) den nordkoreanischen Soldaten, der blutend auf dem Boden lag. Soldaten brachten ihn in Sicherheit, es kam zu keinem Schusswechsel.

Der Nordkoreaner trug eine Uniform der nordkoreanischen Armee. Sein Dienstgrad und die Identität wurden jedoch nicht bekannt. Der Soldat wurde mit einem Hubschrauber des UN-Kommandos in das Ajou Universitätskrankenhaus in Suwon geflogen und dort einer Operation unterzogen. Professor Lee Guk-jong, der die Operation durchführte, sagte, dass es fünf bis sechs Schusswunden und Rupturen der inneren Organe an sieben bis acht Stellen gebe. Jedoch sei der Soldat außer Lebensgefahr. Nach seinen weiteren Angaben sei eine weitere Operation erforderlich.

Der übergelaufene Soldat näherte sich laut dem UN-Kommando mit einem Jeep Nordkoreas Wachposten nahe der JSA. Nachdem das Fahrzeug in einen Graben geraten war, flüchtete er zu Fuß über die Demarkationslinie in den Süden. Während dieser Zeit verfolgten andere nordkoreanische Soldaten ihn und schossen immer wieder auf ihn.

Die JSA stellt die gemeinsame Sicherheitszone von Süd- und Nordkorea im Waffenstillstandsort Panmunjeom dar. In der Mitte verläuft die militärische Demarkationslinie. Auf der südkoreanischen Seite waren US-Soldaten des UN-Kommandos für den Wachdienst zuständig gewesen, bis die südkoreanischen Streitkräfte 2004 die Aufgabe übernahmen.

Es ist sehr selten, dass ein Nordkoreaner durch die JSA in den Süden flüchtet. Denn Nordkorea setzt dort Kinder aus angesehenen und loyalen Familien ein. Ein nordkoreanischer Offizier flüchtete im Februar 1998 durch die Zone in den Süden, ein weiterer Soldat im September 2007.

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