Südkorea und China starten voraussichtlich bald neue Runde der Freihandelsgespräche

erstellt: 2017-11-28

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Südkorea und China werden voraussichtlich bald eine neue Runde bilateraler Freihandelsgespräche starten.

Beide Seiten würden beim bilateralen Spitzentreffen im Dezember den Beginn neuer Verhandlungen erklären, sagte eine diplomatische Quelle in Peking. Am 20. Dezember jährt sich das Inkrafttreten des koreanisch-chinesischen Freihandelsabkommens zum zweiten Mal. Dem Abkommen zufolge sollen beide Länder binnen zwei Jahren nach dessen Inkrafttreten zusätzliche Verhandlungen auf den Gebieten Dienstleistungen und Investitionen aufnehmen. Wegen einer unkooperativen Haltung Chinas kam es jedoch bisher nicht dazu.

Der aktuelle Freihandelspakt konzentriert sich auf die Abschaffung der Zollschranken im Warensektor. Daher ist die Marktöffnung im Dienstleistungs-, Investitions- und Finanzbereich höchst unzureichend. Bei einer neuen Verhandlungsrunde wird die Öffnung dieser Bereiche angestrebt.

China gewährt derzeit Südkorea den Zugang zu 90 von insgesamt 155 Bereichen im Dienstleistungssektor. Die vollständige Marktöffnung ist jedoch nur in sechs Bereichen, darunter Datenverarbeitung, erlaubt. In 84 weiteren Bereichen wie Umweltdienstleistungen und Unterhaltung ist nur ein begrenzter Zugang möglich.
Zu 65 nicht liberalisierten Bereichen zählen die militärische Sicherheit, Krankenhausdienstleistungen sowie Forschung und Entwicklung. Daher wird erwartet, dass die Bereiche der koreanischen Popkultur wie Filme und Musik sowie Logistik und Vertrieb davon profitieren würden, sollten neue Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden.

Die südkoreanische Regierung hofft auch auf eine stärkere Marktöffnung in den Bereichen Justiz, Tourismus, Finanzgeschäfte, Medizin und Gesundheitsversorgung. Im aktuellen Freihandelspakt zwischen Südkorea und China gilt für Dienstleistungen und Investitionen die Methode einer Positivliste. Das heißt, dass die Marktöffnung grundsätzlich verboten wird, außer den Bereichen, die auf der Liste stehen. Die Regierung will bei neuen Verhandlungen einen Wechsel hin zu einer Negativliste anstreben. Das heißt, dass alles liberalisiert wird, außer es steht auf der Liste.

China befindet sich derzeit im Wandel vom Konsum von Produkten zum Konsum von Dienstleistungen, in dessen Zuge wächst sein Binnenmarkt. Das Volumen seines Dienstleistungshandels betrug 2015 752,9 Milliarden Dollar, was dem zweitgrößten Volumen in der Welt entsprach. Es wird erwartet, dass China 2020 die Marke von einer Billion Dollar durchbrechen und ein Zehntel des globalen Dienstleistungshandelsvolumens ausmachen wird.

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