Moon und Trump sprechen am Telefon über Reaktion auf Nordkoreas Provokation

erstellt: 2017-12-01

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Präsident Moon Jae-in und sein US-amerikanischer Amtskollege Donald Trump haben am Donnerstag am Telefon darüber gesprochen, wie Nordkoreas neue Provokation beantwortet werden sollte. Damit führten beide Staatschefs erstmals den zweiten Tag in Folge Telefongespräche, das gilt als sehr außergewöhnlich.

Das Telefongespräch am Donnerstag begann um 22 Uhr und dauerte eine Stunde. Am Mittwoch hatten Moon und Trump fünf Stunden nach dem nordkoreanischen Raketenstart ein Telefonat geführt.

Beide einigten sich darauf, starke Sanktionen gegen Nordkorea und die Druckausübung aufrecht zu erhalten, bis Pjöngjang auf die Entwicklung von Atomwaffen und Raketen verzichtet und an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Es wurde vereinbart, in enger Kooperation gemeinsame Bemühungen zu unternehmen, um die Sanktionen und Druckausübung der Weltgemeinschaft auf ein Höchstmaß zu verstärken.

Moon und Trump betonten die überwältigende Überlegenheit der Kraft auf der Grundlage der gemeinsamen Verteidigungsbereitschaft Südkoreas und der USA. Sie waren mit der Notwendigkeit einverstanden, auf dieser Grundlage Nordkoreas Provokationen zu verhindern und Bedrohungen entgegenzutreten. Diesbezüglich vereinbarten sie, dass Südkorea durch den Erwerb hochmoderner Waffen der USA seine Verteidigungskapazitäten verstärken wird. Beide teilten zudem die Ansicht, dass es wichtig sei, die Olympischen Winterspiele 2018 in PyeongChang friedlich und erfolgreich auszutragen.

Moon sagte, dass seine Regierung die aktuelle Situation sehr ernst nehme. Er wies jedoch darauf hin, dass der Besitz der Wiedereintrittstechnologie noch nicht nachgewiesen sei. Auch sei unklar, ob Nordkorea über die Technologie verfüge, um kleine Atomsprengköpfe herzustellen. Damit ließ Moon die Auffassung erkennen, dass in der nordkoreanischen Nuklearfrage eine sogenannte „rote Linie“ noch nicht überschritten sei. Er wollte offenbar betonen, dass es für eine militärische Aktion der USA zu früh sei.

Trump sprach volle Unterstützung für Südkoreas Bemühungen um eine Verstärkung der Verteidigungskapazitäten aus und bekräftigte die feste Zusage der USA für die Verteidigung. Er erwähnte jedoch die Diskussionen mit China über Nordkorea-Sanktionen nicht. Trump hatte am Mittwoch mit Chinas Präsident Xi Jinping am Telefon über Nordkorea-Sanktionen gesprochen. Wie verlautete, habe Trump gefordert, alle verfügbaren Mittel zu nutzen, um Nordkorea zum Atomverzicht zu drängen. Genannt wurden eine Seeblockade gegen Nordkorea und ein vollständiger Stopp der Öllieferungen. Die chinesische Seite habe eine ablehnende Position mitgeteilt.

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