Südkoreas Stromversorger bevorzugter Bieter für AKW-Projekt in Großbritannien

erstellt: 2017-12-07

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Südkoreas staatliche Stromgesellschaft Korea Electric Power Corporation (KEPCO) ist zum bevorzugten Bieter für ein Projekt des Baus eines Atomkraftwerks in Großbritannien ausgewählt worden.

KEPCO gab in einer Pressemitteilung am Mittwoch bekannt, dass das Unternehmen als bevorzugter Bieter für das Moorside Projekt ausgewählt worden sei. Das etwa 21 Billionen Won (19,2 Milliarden Dollar) teure Projekt sieht vor, drei Atomreaktoren in Moorside im nordwestlichen England zu bauen.

Es geht darum, Anteile des japanischen Unternehmens Toshiba am Unternehmen NuGen zu übernehmen, das das Atomkraftwerk in Moorside bauen wird. Toshiba hatte 2006 die US-Firma Westinghouse übernommen, die über Schlüsseltechnologie für den AKW-Bau verfügt. Infolge der weltweiten Verschärfung der Regulierungen zu Kernkraftwerken verbuchte Toshiba jedoch Verluste und entschied, sich aus dem AKW-Geschäft zurückzuziehen. Der japanische Konzern beschloss auch, seine Anteile an NuGen zu veräußern, deren Wert laut Informationen über 300 Milliarden Won (274,6 Millionen Dollar) liegt.

KEPCO konkurrierte erbittert mit dem chinesischen Unternehmen CGN. KEPCO beschloss 2013, die Beteiligung an dem britischen Projekt anzustreben, untersuchte die Lage und überprüfte die Risiken. Das Unternehmen nahm Kontakt mit der britischen Regierung und der AKW-Branche auf und veranstaltete in Großbritannien eine Informationsveranstaltung zu Atomkraftwerken in Südkorea.

KEPCO erläuterte, die Auswahl als bevorzugter Bieter bedeute nicht, dass der Auftrag sicher sei. Dies bedeute vielmehr den Beginn exklusiver Verhandlungen. KEPCO und Toshiba werden in den kommenden Monaten über die Vertragsbedingungen verhandeln. Sollten die Verhandlungen reibungslos verlaufen, werde voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2018 der Vertrag über die Anteilsübernahme unterzeichnet, so KEPCO.

Als Kandidatenreaktor für die Lieferung an Großbritannien wird das Modell EU-APR, die europäische Version des koreanischen Reaktortyps APR-1400, betrachtet. Den APR-1400 entwickelte Südkorea mit eigener Technologie und lieferte ihn mittlerweile in die Vereinigten Arabische Emirate. Beim EU-APR handelt es sich um eine Modifizierung des Modells APR-1400 gemäß den europäischen Sicherheitskriterien. Seine Standardausführung wurde im Oktober von der European Utility Requirements (EUR) zugelassen. Damit wurde der Weg für den Export nach Europa geebnet.

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