Chinesische Reederei will keine Kenntnis von Ölhandel mit Nordkorea gehabt haben

erstellt: 2018-01-03

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Eine chinesische wegen des illegalen Ölhandels mit Nordkorea ins Visier geratene Reederei hat bestritten, Kenntnisse davon gehabt zu haben. Alle mit dem betreffenden Schiff verbundenen Firmen weisen einen Zusammenhang mit dem Ölschmuggel zurück. Das Beispiel macht einen Haken der Sanktionen gegen Nordkorea deutlich.

Es wurde festgestellt, dass vom Tanker Lighthouse Winmore auf hoher See raffiniertes Öl auf ein nordkoreanisches Schiff umgeladen worden war. Das Schiff hatte am 11. Oktober im südkoreanischen Hafen von Yeosu raffinierte Ölprodukte aus Japan geladen. Am 19. Oktober wurden auf hoher See im Ostchinesischen Meer von dem Schiff 600 Tonnen raffiniertes Öl auf ein nordkoreanisches Schiff umgeladen. Der Tanker traf am 24. November wieder im Hafen von Yeosu ein und wurde von den südkoreanischen Behörden festgehalten und untersucht.

Die im vergangenen September verabschiedete Resolution 2375 des UN-Sicherheitsrats gegen Nordkorea verbietet Warenlieferungen an Nordkorea durch den Transfer von Schiff zu Schiff. Die Resolution 2397 ermöglicht UN-Mitgliedern, ein Schiff wegen des Verdachts des Schmuggels mit Nordkorea festzuhalten und eine Untersuchung durchzuführen. Die Maßnahme der südkoreanischen Regierung erfolgte gemäß diesen UN-Resolutionen.

In den Fall sind China, Hongkong und Taiwan verwickelt. Die Lighthouse Winmore ist in Hongkong registriert. Ihre Eigentümerin ist Win More Shipping, für den Betrieb ist Lighthouse Ship Management zuständig. Beide Unternehmen sind in Guangzhou in der chinesischen Provinz Guangdong registriert und gehören Gong Ruiqiang. Die Managementfirma behauptete, dass sie das Schiff lediglich an ein taiwanesisches Unternehmen verpacht habe. Weder die Reederei noch deren Chef Gong wollen zudem von dem Ölhandel gewusst haben.

Den Ergebnissen der Untersuchungen durch die südkoreanische Regierung zufolge charterte die taiwanesische Firma Billions Bunker Group den Tanker. Die taiwanesische Regierung betonte jedoch, dass die Firma nicht in Taiwan sondern auf den Marschallinseln eintragen sei.

Gemäß Resolutionen des UN-Sicherheitsrats wird die Lieferung von raffinierten Ölprodukten an Nordkorea auf 500.000 Barrel im Jahr gedeckelt. Das entspricht einer Reduzierung von rund 90 Prozent verglichen mit den Lieferungen in der Vergangenheit.

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