Tokio protestiert wegen Moons Entschuldigung für Einigung zur Frage der Sexsklaverei

erstellt: 2018-01-05

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Japan hat bei Südkorea wegen der umstrittenen Einigung über die Frage der Sexsklaverei der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg protestiert. Eine eventuelle Änderung der Vereinbarung sei nicht akzeptabel, hieß es.

Den entsprechenden Protest habe das japanische Außenministerium am Donnerstag über die Botschaft in Südkorea bei seinem südkoreanischen Pendant erhoben, berichteten japanische Medien. NHK meldete, dass sich Präsident Moon Jae-in bei einem Mittagessen mit Opfern der Sexsklaverei im Blauen Haus offiziell für die Einigung entschuldigt habe. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete ebenfalls darüber und auch über die Position der japanischen Regierung. Laut dem Bericht sagte der stellvertretende Gesandte der japanischen Botschaft in Seoul, dass eine Änderung der Einigung keinesfalls akzeptabel sei, weil dann die Beziehungen zwischen Südkorea und Japan nicht mehr verwaltbar sein würden.

Die entsprechende Behauptung der japanischen Seite wird über verschiedene Kanäle unterbreitet. Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga äußerte, Japan werde es auch nicht akzeptieren, wenn Südkorea eine Neuverhandlung velange. Die Einigung stelle ein Versprechen zwischen Staaten dar und man werde keinen Millimeter davon abrücken.

Der japanische Außenminister Taro Kono sagte während seines Besuchs in Pakistan Reportern, über die Einigung mit Südkorea sage Japan ordentlich, was gesagt werden müsse. Deshalb habe er nichts hinzuzufügen. Kyodo berichtete, dass Kono damit seinem Unmut über die Äußerung von Präsident Moon Luft gemacht habe.

Moon hatte am Donnerstag Opfer der Sexsklaverei zu einer Mittagsrunde am Präsidentensitz eingeladen. Er sagte, er entschuldige sich als Präsident dafür, dass die Regierung die dem Wunsch der Opfer widersprechende Vereinbarung getroffen habe, ohne ihre Meinungen angehört zu haben. Sowohl der Inhalt als auch das Verfahren der Vereinbarung seien falsch gewesen.

Das Seouler Außenministerium hatte in einem Bericht seiner Taskforce für die Überprüfung der 2015 erzielten Einigung zur Frage der Sexsklavinnen die Vereinbarung infrage gestellt. In dem Ende Dezember veröffentlichten Bericht hieß es, dass die damalige Regierung nicht ausreichend Bemühungen unternommen habe, um die Meinungen von Opfern anzuhören, obwohl sie sich über die Wichtigkeit dieser Einschätzungen bewusst gewesen sei.

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