Moon und Trump vereinbaren Verschiebung von Manövern auf Zeit nach Olympischen Spielen

erstellt: 2018-01-05

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Südkorea und die USA haben vereinbart, während der Olympischen Winterspiele in PyeongChang keine gemeinsamen Militärübungen abzuhalten. Das wird sich voraussichtlich positiv auf innerkoreanische Gespräche auswirken.

Die entsprechende Einigung erzielten Präsident Moon Jae-in und sein US-amerikanischer Amtskollege Donald Trump in einem Telefongespräch am Donnerstagabend.

Beide Präsidenten verständigten sich darauf, ihr Bestes zu tun, um für eine erfolgreiche und sichere Austragung der Olympischen Spiele in PyeongChang zu sorgen. Vereinbart wurde, dass sich die Streitkräfte beider Länder nach besten Kräften bemühen, um die Sicherheit während der Olympischen Spiele zu gewährleisten.

Moon bat Trump, die Absicht zu bekunden, die US-südkoreanischen Manöver zu verschieben, angenommen, dass Nordkorea keine weiteren Provokationen verübt. Dies wäre sehr hilfreich, damit die Olympischen Spiele friedlich und erfolgreich über die Bühne gehen. Trump antwortete, man dürfe mitteilen, dass keine Militärübungen während der Olympischen Spiele abgehalten würden.

Trump sagte weiter, Amerika unterstütze Präsident Moon zu 100 Prozent. Seoul sollte jederzeit Bescheid geben, falls es im Zuge des innerkoreanischen Dialogs Washingtons Hilfe benötige. Er bekräftigte zudem, dass er eine Delegation hoher Vertreter einschließlich seiner Familie zu den Winterspielen schicken werde.

Damit verlegte der US-Präsident den Schwerpunkt quasi auf eine Friedensvision. Er machte jedoch gleichzeitig deutlich, dass an der Strategie von „Maximaldruck und Engagement“ für Sanktionen und die Druckausübung gegenüber Nordkorea festgehalten wird. Es soll nämlich verhindert werden, dass die den Dialog begünstigende Atmosphäre zur Lockerung der Sanktionen gegen Nordkorea führt.

Präsident Moon schlug gleich „drei“ Fliegen mit einer Klappe: Es wurde ein Stimmungswechsel in den innerkoreanischen Beziehungen herbeigeführt, während eine Grundlage für eine Friedensolympiade geschaffen wurde. Gleichzeitig wurden Besorgnisse über mögliche Risse in den Beziehungen zwischen Südkorea und den USA zerstreut.

Die nächste Frage ist, wie sich Nordkorea verhalten wird. Von der Möglichkeit neuer Provokationen Nordkoreas wird noch immer gesprochen. Sollte Pjöngjang eine Provokation wagen, könnte die Dialogstimmung jederzeit in eine Konfrontationsstimmung umschlagen. Der Ball liegt nun wohl im Feld Nordkoreas.

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