Südkoreas Präsidialamt begrüßt Ergebnisse der Gespräche mit Nordkorea

erstellt: 2018-01-10

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Das südkoreanische Präsidialamt hat die erfolgreich beendeten hochrangigen Gespräche mit Nordkorea vom Dienstag begrüßt. Damit sei ein großer Rahmen für die Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen geschaffen worden, hieß es.

Ein hoher Beamter des Präsidialamtes bezeichnete die erzielte Einigung als unerwarteten Fortschritt. Beide Seiten hätten sich in aller Aufrichtigkeit an den Verhandlungstisch gesetzt. Die Entschlossenheit für einen Dialog und die Verbesserung des Verhältnisses sei sichtbar geworden. Zu einer eventuellen Zusammenführung von in beiden Teilstaaten getrennt lebenden Familien hieß es, dass weitere Diskussionen erforderlich seien.

Das Präsidialamt verhält sich jedoch vorsichtig hinsichtlich der erzielten Einigung. Das Blaue Haus hatte es als dringlichste Aufgabe betrachtet, eine Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen in PyeongChang zu verwirklichen. Damit innerkoreanische Gespräche über andere Themen wie ein Familienwiedersehen ermöglicht würden, müsse zunächst die Frage der Olympia-Teilnahme geklärt werden, hieß es. Das Präsidialamt wollte nämlich vermeiden, dass die Situation verkompliziert werde, wenn viele verschiedene Fragen auf einmal angegangen werden.

Vereinigungsminister Cho Myoung-gyon, der die südkoreanische Verhandlungsdelegation leitete, wies unterdessen Besorgnis über mögliche Risse in der Kooperation mit der Weltgemeinschaft zur Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zurück. Würde Südkorea nicht mit der internationalen Gemeinschaft für die Denuklearisierung zusammenarbeiten, nur weil es mit Nordkorea eine Einigung getroffen habe, fragte er zurück. Dialog und Verhandlungen stünden nicht im Widerspruch zum bisherigen Kurs, Gespräche mit Nordkorea anzustreben und gleichzeitig Druck auszuüben.

Cho brachte auch zur Sprache, dass es in der Endphase der innerkoreanischen Gespräche etwas Schwierigkeiten gegeben hatte. Die südkoreanische Delegation habe der nordkoreanischen Seite nicht nur hinsichtlich der Denuklearisierung sondern auch bezüglich der innerkoreanischen Beziehungen alles mitgeteilt, was sie habe sagen wollen.

Laut Cho vertrat der Norden bezüglich innerkoreanischer Familienzusammenführungen die Position, dass beide Seiten sich noch eine Weile um die Verbesserung des bilateralen Verhältnisses bemühen und dann gemeinsam die Angelegenheit angehen sollten. Zu den von beiden Seiten vereinbarten Gesprächen auf verschiedenen Ebenen zähle auch ein Rot-Kreuz-Treffen zur Diskussion dieser Angelegenheit, sagte Cho.  

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