Nebenwirkungen des deutlich angehobenen Mindestlohns sichtbar

erstellt: 2018-01-11

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Die deutliche Anhebung des Mindestlohns zeigt erste Nebenwirkungen. Die Regierung beeilt sich demnach mit verschiedenen Maßnahmen für eine weiche Landung der neuen Regelung.

Der gesetzliche Mindestlohn für dieses Jahr beträgt 7.530 Won (sieben Dollar) pro Stunde. Das entspricht einem Anstieg von 16,4 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Demnach unternehmen Kleinbetriebe Bemühungen, um die Lasten infolge der drastisch gestiegenen Personalkosten zu verringern. Universitäten oder Apartmenthäuser reduzierten die Zahl der Wächter und Reinigungskräfte und besetzten entsprechende Stellen mit Jobbern. Das löste Protest von betroffenen Arbeitnehmern aus, es kommt außerdem zu Rechtsstreitigkeiten. Kleine Einzelhandelsbetriebe wie Convenience Stores und Tankstellen verkürzen die Arbeitszeit der Beschäftigten, um die Personalkosten zu verringern. Als dessen Folge steigen die Einkünfte von Arbeitnehmern nicht, während die Arbeitgeber selbst länger arbeiten müssen.

Angesichts dieser Situation will die Regierung Kleinunternehmern Unterstützung anbieten und zugleich gegen Verstöße hart vorgehen. Die Regierung will aktiv für den Fonds für die Stabilisierung von Arbeitsplätzen und die Ermäßigung der Sozialversicherungsbeiträge werben. Durch diese Maßnahmen könnten die Lasten von Arbeitgebern wegen des höheren Mindestlohns verringert werden. Aus dem Stabilitätsfonds werden Betrieben, die die Beschäftigung aufrecht erhalten und den Mindestlohn einhalten, monatlich 130.000 Won (121 Dollar) pro Arbeitskraft gezahlt. Davon können Kleinbetriebe mit höchstens 30 Mitarbeitern profitieren, das gesamte Volumen des Fonds beträgt drei Billionen Won (2,8 Milliarden Dollar). Zudem werden die Krankenversicherungsbeiträge von Neuversicherten, die Nutznießer des Stabilitätsfonds sind, um 50 Prozent gesenkt. Das gesamte Volumen beträgt eine Billion Won (933 Millionen Dollar).

Zugleich will die Regierung Kontrollen gegen Verstöße und Unregelmäßigkeiten wie unrechtmäßige Entlassungen verschärfen. Die zuständigen Behörden wie das Ministerium für Beschäftigung und Arbeit wollen die Lage gründlich unter die Lupe nehmen und kontrollieren. Das Arbeitsministerium wird ab dem 29. Januar kontrollieren, ob der Mindestlohn tatsächlich eingehalten wird. Betroffen sind 5.000 Betriebe in fünf Geschäftsbranchen, nämlich Apartmenthäuser, Supermärkte, Convenience Stores, Tankstellen und Restaurants.

Präsident Moon Jae-in betonte auf seiner Neujahrspressekonferenz am Mittwoch die Notwendigkeit der Anhebung des Mindestlohns und bekräftigte seine Entschlossenheit hierfür.

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