USA und Nordkorea streiten bei Abrüstungskonferenz über Atomwaffen

erstellt: 2018-02-07

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Die USA und Nordkorea haben am Dienstag erneut über die nordkoreanische Nuklearfrage gestritten.

Bei der Konferenz für Abrüstung im UN-Büro in Genf betonte Robert Wood, US-Botschafter für Abrüstung, die Nuklearbedrohung durch Nordkorea. Es verblieben nur noch einige Monate, bis Nordkorea die USA mit einer nuklear bestückten Rakete angreifen könne, sagte er. Auf der Grundlage des Pentagon-Berichts „Nuclear Posture Review“ betonte Wood, dass China, Russland und Nordkorea ihre Waffenarsenale aufstockten, die gegen die USA und ihre Verbündeten gerichtet sein sollen. Atomwaffen würde im Rahmen ihrer Sicherheitsstrategien mehr Gewicht eingeräumt.

Der nordkoreanische Diplomat Ju Yong-chol warf den USA vor, die anlässlich der Olympischen Winterspiele in PyeongChang geschaffene Friedensstimmung zu zerstören. Hinter der Betonung der Nuklearbedrohung vermutete Ju die Absicht der USA, ein Argument zur Rechtfertigung der sogenannten „Blutige Nase“-Strategie zu haben. Hierfür erwähnten das US-Verteidigungsministerium und der Geheimdienst CIA Nordkoreas Atomwaffen und Raketen, hieß es. Zugleich wiederholte der Diplomat die Position Nordkoreas, dass die Nuklearwaffen der Verteidigung im Rahmen des Rechts auf Selbstverteidigung dienten.

Wood konterte, Nordkorea sollte seine Atom- und Raketentests beenden, sollte sich das Land Frieden wünschen. Aufrührerische Handlungen und Drohungen sollten gestoppt werden.

Trotz innerkoreanischer Gespräche anlässlich der Olympischen Spiele in Südkorea wollen die USA unverändert Druck auf Nordkorea ausüben. Präsident Donald Trump bezeichnete in seiner Rede vor dem Kongress Nordkorea als grausames Regime und unterstrich dessen Nuklearbedrohung. Einige Beobachter gehen davon aus, dass die Spannungen wegen der nordkoreanischen Nuklearfrage nach den Olympischen Spielen wieder eskalieren werden.

Es wird über die Möglichkeit spekuliert, dass es in PyeongChang zu einem Kontakt zwischen den USA und Nordkorea kommen wird. Die USA schlagen auch in dieser Hinsicht harte Töne an. Vizepräsident Mike Pence sagte, er wolle in PyeongChang bei jeder Gelegenheit die Wahrheit über Nordkorea aussprechen. Pence schloss zwar Gespräche mit Nordkorea nicht aus. Jedoch wurde zugleich betont, dass bei einem eventuellen Treffen die Botschaft dieselbe sein würde wie die bereits bekannte. Diese laute, dass Nordkorea seine Nuklear- und Raketenambitionen endgültig aufgeben müsse.

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