Handelsminister besucht USA wegen Zöllen auf Stahlimporte

erstellt: 2018-03-06

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Handelsminister Kim Hyun-chong ist erneut in die USA aufgebrochen, um in der Angelegenheit der angekündigten Zölle auf Stahlimporte zu verhandeln.

Das Ministerium für Handel, Industrie und Energie gab bekannt, dass Kim vom heutigen Dienstag bis Freitag die USA besuche. Kim wird darum bitten, Südkorea von den Zöllen auf Stahlprodukte zu verschonen. Hierfür wird er Mitglieder der US-Regierung einschließlich des Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und führende Abgeordnete, darunter Orrin Hatch, Vorsitzender des Finanzausschusses des Senats, treffen. Kim wird ihnen die Position der südkoreanischen Regierung erläutern und sie zu überzeugen versuchen.

US-Präsident Donald Trump kündigte am 1. März an, einen 25-prozentigen Zoll auf Stahlimporte zu verhängen. Ein Dekret hierfür wird möglicherweise noch in dieser Woche unterzeichnet. Die Einführung des Zolls zählt zu drei Empfehlungen, die das US-Handelsministerium unterbreitet hatte. Es wurden die Einführung eines 53-prozentigen Zolls für Importe aus zwölf Ländern, ein pauschaler Zollsatz von 24 Prozent für alle Importe oder die Begrenzung des Importvolumens vorgeschlagen. Südkorea zählte zu den zwölf Staaten, für deren Produkte ein Zoll von 53 Prozent vorgeschlagen wurde. Daher lässt sich sagen, dass Südkorea doch noch den schlimmstmöglichen Fall abgewendet habe. Trotzdem droht eine erhebliche Beeinträchtigung der Stahlexporte.

Kim hatte bereits letzte Woche die USA besucht und war mittlerweile heimgekehrt, um vor allem einer Sitzung der für Außenhandel zuständigen Minister beizuwohnen.

Kim traf in den USA Vertreter von Regierung, Kongress sowie Industrie und betonte, dass Stahl aus Südkorea die US-Stahlindustrie nicht gefährde. Er erläuterte, dass Südkorea durch Investitionen in den USA zum Wohl der amerikanischen Wirtschaft beitrage.

Laut dem Industrieministerium schrumpften Südkoreas Stahlexporte in die USA letztes Jahr um 31,5 Prozent verglichen mit 2014. Sein Anteil am US-Markt sank um 1,1 Prozentpunkte. Die koreanische Stahlindustrie investierte 5,7 Milliarden Dollar in den USA und sorgte für die Schaffung von 33.000 Arbeitsplätzen. Kim erläuterte, dass Südkorea Bemühungen unternimmt, um das globale Überangebot abzubauen. Im Zeitraum von 2013 bis 2016 habe der Ausstoß der Stahlwerke in Asien um 9,51 Millionen Tonnen zugenommen, während Südkorea seine Kapazitäten um 3,92 Millionen Tonnen reduziert habe.

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