Frauenorganisationen bekräftigen zum Weltfrauentag Solidarität für #MeToo-Kampagne

erstellt: 2018-03-08

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Zum Internationalen Frauentag am 8. März haben Frauenorganisationen Veranstaltungen durchgeführt und ihre Solidarität und Unterstützung für die #MeToo-Kampagne ausgesprochen. In Südkorea weitet sich die Kampagne gegen sexuelle Gewalt in letzter Zeit rapide auf verschiedene Bereiche aus.

Der Koreanische Nationalrat der Frauen (KNCW), ein Dachverband von Frauenorganisationen, feierte im Bürogebäude der Abgeordneten in Seoul den Weltfrauentag. Die Vertreter von Frauenorganisationen beschlossen, sich für die Unterstützung der MeToo-Bewegung und die Bekämpfung der in der Gesellschaft verbreiteten sexuellen Gewalt einzusetzen. Sie verkündeten die Gründung eines Hauptquartiers zur Unterstützung von Opfern der sexuellen Gewalt, die sich an der MeToo-Kampagne beteiligten. In dem Zentrum werden neben KNCW weitere Organisationen wie das Koreanische Zentrum für Rechtsdienst für Familien und der Koreanische Psychologische Verband mitwirken, um Opfern juristische Beratungen und Psychotherapie anzubieten.

Die Koreanische Hotline für Frauen, eine Nichtregierungsorganisation, verteilte im Rahmen einer Kampagne weiße Rosen als Ausdruck ihrer Solidarität und Unterstützung für die MeToo-Kampagne. Sie verteilten auch eine Karte, die Richtlinien für die Beteiligung an der Bewegung enthält, und ein Informationsheftchen über Beratungen über Gewaltschäden und die Nutzung juristischer Mittel.

Ein Auslöser der Verbreitung der MeToo-Kampagne in Südkorea war die Enthüllung der sexuellen Belästigung im Intranet der Staatsanwaltschaft am 28. Januar. Eine Staatsanwältin bezichtigte einen Vorgesetzten der sexuellen Belästigung. Aus diesem Anlass kam es schnell zu weiteren Enthüllungen der sexuellen Belästigung durch Prominente. Zu ihnen zählen Theaterregisseure, Schauspieler, Filmemacher, Musiker, Dichter und weitere Berühmtheiten.

Die schockierendsten Fälle sind die Vorwürfe gegen Dichter Ko Un und An Hee-jung, Gouverneur der Provinz Süd-Chungcheong. Der Vorwurf gegen Ko wurde durch ein Werk einer Dichterin öffentlich. Dies erregte besonders großes Aufsehen, weil Ko zu den repräsentativsten Dichtern der modernen koreanischen Literatur zählt und jedes Jahr als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt wurde. Im Falle des inzwischen zurückgetretenen Gouverneurs warf dessen Sekretärin An sexuelle Übergriffe vor. An galt als aussichtsreicher Kandidat für die nächste Präsidentschaftswahl, deshalb schlug die Enthüllung umso größere Wellen.

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