Kabinett billigt Gesetz für Verkürzung maximaler Wochenarbeitszeit

erstellt: 2018-03-13

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Neue Arbeitsstandards einschließlich der Verkürzung der Arbeitszeit sind offiziell beschlossen worden.

Die Regierung billigte am Dienstag bei einer Kabinettssitzung unter Leitung von Präsident Moon Jae-in eine Novelle zum Gesetz für Arbeitsstandards.

Die Änderung des Arbeitsstandardsgesetzes wurde am 28. Februar von der Nationalversammlung verabschiedet. Die demnach verkürzte Arbeitszeit gilt ab dem 7. Juli. Es wird die maximal mögliche Wochenarbeitszeit von derzeit 68 Stunden auf 52 Stunden verkürzt. In Südkorea gilt gemäß dem Arbeitsstandardsgesetz die 40-Stunden-Woche. Jedoch waren an fünf wöchentlichen Arbeitstagen bis zu zwölf Überstunden möglich, und an Feiertagen durfte bis zu 16 Stunden gearbeitet werden. Daher betrug die maximal mögliche Arbeitszeit 68 Stunden in der Woche.

Dem neuen Gesetz zufolge umfassen die Arbeitstage auch Feiertage. Bis zu zwölf Überstunden an Werktagen werden weiterhin erlaubt, 16 mögliche Arbeitsstunden an Feiertagen wurden dagegen gestrichen.

Um einen Schock in der Industrie abzufedern, werden die neuen Regelungen je nach der Unternehmensgröße stufenweise zur Anwendung kommen. Für Unternehmen und öffentliche Institutionen mit mehr als 300 Mitarbeitern soll die verkürzte maximale Arbeitszeit ab dem 1. Juli gelten. Bei einer Beschäftigtenzahl von 50 bis 299 soll die Änderung am 1. Januar 2020 greifen, für Betriebe mit fünf bis 49 Mitarbeitern gelten die Vorgaben ab dem 1. Juli 2021. Betrieben mit weniger als 30 Mitarbeitern wird bis Ende 2022 erlaubt, dass aufgrund einer Einigung zwischen Arbeitgebern und -nehmern zusätzlich acht Stunden in der Woche mehr gearbeitet wird.

Die Regelungen zur Bezahlung an Feiertagen bleiben entgegen der Forderung von Gewerkschaften unverändert. Wer an einem Feiertag weniger als acht Stunden arbeitet, bekommt 150 Prozent des normalen Lohns ausbezahlt. Im Falle von mehr als acht Stunden wird das Doppelte des Lohns gezahlt.

Das neue Gesetz wird Südkorea von der Unehre befreien, dass in dem Land am längsten unter den OECD-Mitgliedern gearbeitet wird. Jedoch werden die Unternehmen mit größeren Personalkosten belastet.

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