Umweltministerium bildet Arbeitsgruppe für Markterschließung für recyclebare Abfälle

erstellt: 2018-04-05

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Für die Bewältigung der jüngsten Krise wegen der Entsorgung von Plastikmüll ist eine Arbeitsgruppe gebildet worden. Die Taskforce wird nach verschiedenen Lösungsmöglichkeiten suchen, darunter die Erschließung von Märkten für wiederverwertbare Abfälle.

Das Umweltministerium hielt am Mittwoch gemeinsam mit zuständigen Institutionen und privaten Recyclingunternehmen die erste Sitzung der Arbeitsgruppe ab. Daran beteiligen sich unter anderem das Koreanische Institut für Umweltindustrie und -technologie (KEITI), die Koreanische Umweltgesellschaft und die Koreanische Dienstleistungsagentur für Ressourcenkreislauf (Korea Resource Circulation Service Agency: KORA).

Anlass für die Bildung der Taskforce ist, dass Recyclingunternehmen es ablehnten, Abfälle aus Vinyl wie Plastiktüten zu sammeln. Grund ist der Preisverfall bei recyclebaren Abfällen, da deren Export wegen des Importverbots Chinas erschwert wurde. Daraufhin bildete das Umweltministerium mit zuständigen Institutionen eine Arbeitsgruppe, um Maßnahmen auszuarbeiten.

Bisher erfolgte die Markterschließung für wiederverwertbare Materialien hauptsächlich unter Federführung der KORA, eine öffentlich-rechtliche Körperschaft. Als Folge der diesmaligen Müllkrise wurde es jedoch erforderlich, dass die Regierung die Führung übernimmt und dass die zuständigen Institutionen ihre Kräfte bündeln.

Die Arbeitsgruppe will unter anderem den einheimischen Recyclingbetrieben neue Absatzchancen bieten. Sie will hierfür Märkte in Vietnam und weiteren südostasiatischen Ländern erschließen. Entsprechende Bemühungen werden die Zentren für die Kooperation in der Umweltindustrie im Ausland, Niederlassungen des Instituts für Umweltindustrie und -technologie, unternehmen.

Gleichzeitig wird die Entwicklung von Technologien wie solche zur Weiterverarbeitung von recyclebaren Materialien gefördert. Beispielsweise sollen Standardtechnologien entwickelt werden, die die Recyclingbranche gemeinsam anwenden kann. Die KORA und die Koreanische Genossenschaft für Verpackungsrecycling (KPRC) werden die Forschung und Entwicklung unterstützen.

Anlässlich der Müllkrise werden auch Stimmen laut, die auf die Verwendung von zu vielen Einwegverpackungen in Südkorea aufmerksam machen. In Südkorea wurden im Jahr 2015 420 Plastiktüten pro Kopf verwendet. In Finnland waren es mit Stand von 2010 lediglich vier Plastiktüten, 250 in Griechenland und 70 in Deutschland. Südkorea sollte nämlich zuerst die Verwendung solcher Verpackungen deutlich reduzieren.

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