Südkorea und USA wollen für Denuklearisierung Manöver in gemäßigtem Modus abhalten

erstellt: 2018-06-04

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Die Streitkräfte Südkoreas und der USA wollen einen Erfolg des geplanten USA-Nordkorea-Gipfels aktiv unterstützen.

Verteidigungsminister Song Young-moo und sein US-Amtskollege James Mattis einigten sich bei ihrem Treffen am Samstag am Rande der Asien-Sicherheitskonferenz in Singapur darauf, diplomatische Bemühungen um die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu unterstützen.

Diesbezüglich teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit, es sei vereinbart worden, die Gemeinschaftsübungen Südkoreas und der USA künftig in einem gemäßigten Modus durchzuführen. Das heißt, dass beide Länder die Übungen zwar abhalten, sich jedoch mit der Öffentlichkeitsarbeit zurückhalten werden.

Ein Beamter des Verteidigungsministeriums sagte, die gemeinsamen Übungen Südkoreas und der USA würden nicht gestoppt, sondern wie geplant durchgeführt. Jedoch würden sie nicht übermäßig publik gemacht. Alle militärischen Handlungen unterlägen der Geheimhaltung. Die Öffentlichkeit könne nicht wissen, ob eine Übung stattfinde, falls dies nicht bewusst bekannt gemacht werde. Die Verlegung strategischer Waffen (der USA) erfolge ebenfalls nach einem jährlichen Plan. Es sei auch denkbar, dies nicht bekannt zu machen, hieß es.

Zu den jährlichen Gemeinschaftsübungen Südkoreas und der USA zählen Key Resolve, Foal Eagle und Ulchi Freedom Guardian.

Beide Seiten betonten zugleich, dass die Grundlage der US-südkoreanischen Allianz fest bleibt. Es gebe nicht einmal 0,1 Millimeter Differenz, hieß es. Mit dieser Bemerkung wurde vermutlich die Möglichkeit angedeutet, dass es zu Veränderungen an der Verlegung strategischer Waffen der USA und gemeinsamen Übungen Südkoreas und der USA kommen könnte, sollte Nordkorea konkrete Maßnahmen zur Denuklearisierung unternehmen.

Unterdessen setzte Nordkorea seine Kritik an gemeinsamen Militärübungen Südkoreas und der USA fort. Beim innerkoreanischen Spitzentreffen am 27. April erhob Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un keine Einwände gegen US-südkoreanische Übungen. Nordkorea sagte jedoch die für 16. Mai vorgesehenen hochrangigen Gespräche mit Südkorea unter dem Vorwand eines US-südkoreanischen Luftmanövers ab. Sein Propagandamedium „Uriminzokkiri“ kritisierte am vergangenen Freitag Südkoreas Teilnahme an dem multinationalen Manöver RIMPAC. Am Sonntag verurteilte das Parteiorgan „Rodong Sinmun“ das geplante jährliche Manöver Ulchi Freedom Guardian.

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