Südkorea tritt dank Nordkoreas Hilfe Organisation für Eisenbahn-Kooperation bei

erstellt: 2018-06-08

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Südkorea ist volles Mitglied der Organisation für die Zusammenarbeit der Eisenbahnen (Organization for Cooperation of Railways: OSJD) geworden. Das war dank einer Meinungsänderung Nordkoreas möglich, das sich bislang gegen Südkoreas Beitritt ausgesprochen hatte.

Die Ministerkonferenz der OSJI billigte am Donnerstag in Kirgisistan einstimmig den Beitritt Südkoreas. Die OSJD hat 28 Mitgliedsländer und ist ein Diskussionsgremium von Staaten, die Eisenbahnen des eurasischen Kontinents betreiben. Alle Länder, die an einer Eisenbahnstrecke zwischen Asien und Europa wie der Transchinesischen Eisenbahn (TCR), der Transsibirischen Eisenbahn (TSR) und der Transmonoglischen Eisenbahn (TMGR) Anschluss haben, sind Vollmitglieder, darunter auch Nordkorea. Die Bahngesellschaften von sieben Ländern haben einen Beobachterstatus, 44 Unternehmen einschließlich des südkoreanischen Bahnbetreibers KORAIL sind assoziierte Mitglieder.

Die OSJD wurde 1956 gegündet, um zwischen der ehemaligen Sowjetunion und Ostblockstaaten internationale Bahnabkommen abzuschließen. Sie arbeitete seitdem an Systemen und Vereinbarungen hinsichtlich des eurasischen Bahntransports und treibt die technologische Zusammenarbeit voran.

Südkorea hatte seit 2015 versucht, der OSJD beizutreten. Denn die Mitgliedschaft ist unerlässlich, um eine transkoreanische Eisenbahn über die Transchinesische oder Transsibirische Eisenbahn mit der europäischen Eisenbahn zu verbinden. Die Versuche waren jedoch jedesmal am Widerstand Nordkoreas gescheitert. Der Beitritt zur OSJD als vollwertiges Mitglied ist nur möglich, sollten alle Vollmitglieder dafür stimmen. Diesmal lehnte Nordkorea Südkoreas Beitritt nicht ab. Zuvor hatte Nordkorea bei den innerkoreanischen hochrangigen Gesprächen mitgeteilt, dass es die Position des Südens berücksichtigen werde.

Dank der Vollmitglieschaft kann sich Südkorea am Betrieb der transkontinentalen Eisenbahnen Eurasiens beteiligen, deren Gesamtlänge 280.000 Kilometer beträgt. Zudem hat die Mitgliedschaft die Wirkung, dass Südkorea die von der OSJD verwalteten wichtigen Abkommen für die Nutzung der eurasischen Eisenbahn wie das Abkommen über den internationalen Eisenbahn-Güterverkehr (SMGS) und das Abkommen über den internationalen Eisenbahn-Personenverkehr (SMPS) mit anderen Mitgliedsländern unterzeichnet hat. Südkorea kann bei der Zollabfertigung von Warentransporten Begünstigungen von den Mitgliedsländern erhalten. Deshalb wird ein Anstieg beim Gütertransport aufgrund der eurasischen Bahnverbindung erwartet.

Süd- und Nordkorea werden Ende Juni Arbeitsgespräche über die Bahnverbindung führen.

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