Neun von zehn öffentlichen Institutionen führten bereits flexible Arbeitszeiten ein

erstellt: 2018-07-04

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Die meisten öffentlichen Institutionen haben bereits vor der Verkürzung der maximalen Wochenarbeitszeit auf 52 Stunden flexible Arbeitszeiten eingeführt. Flexible Arbeitszeiten können als Ergänzungsmaßnahme zum neuen Arbeitssystem mit der maximalen Wochenarbeitszeit von 52 Stunden bis zu drei Monate gelten, sollten sich Arbeitgeber und -nehmer darüber einig sein.

Laut dem Informationsportal des Staates ALIO erlaubten 321 von 361 staatlichen Institutionen, nämlich 88,9 Prozent, letztes Jahr flexible Arbeitszeiten. Die öffentlichen Institutionen sind neben Unternehmen mit mehr als 300 Mitarbeitern ab 1. Juli zur maximalen Wochenarbeitszeit von 52 Stunden verpflichtet.

Den größten Anteil machte dabei die gestaffelte Arbeitszeit aus: 313 Institutionen oder 86,7 Prozent wenden diese Arbeitszeit an. Mitarbeiter dürfen demnach zu beliebiger Zeit mit der Arbeit beginnen und aufhören, während sie an fünf Tagen in der Woche und acht Stunden am Tag arbeiten.

Bei 156 Stellen oder 43,2 Prozent dürfen Mitarbeiter ihre Arbeitszeiten frei ändern, ohne an den Acht-Stunden-Tag gebunden zu sein. 54 Institutionen oder 15 Prozent wenden die komprimierte Arbeitszeit an. Ihre Mitarbeiter dürfen an weniger als fünf Tagen in der Woche arbeiten, wenn sie 40 Arbeitsstunden in der Woche erfüllen. Demgegenüber erlauben nur acht Stellen, dass die Ableistung von 40 Arbeitsstunden in der Woche anerkannt wird, ohne dass Mitarbeiter zur Arbeit gehen müssen.

Die Regierung hat das System der flexiblen Arbeitszeiten bei öffentlichen Institutionen aktiv ausgeweitet, um Arbeitsplätze zu schaffen und die Bedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu verbessern. Bei privaten Unternehmen herrschen jedoch immer noch Verwirrung und Konflikte zwischen Arbeitgebern und -nehmern. Das größte Problem stellen die Verstärkung der Arbeitsintensität und die Lohnkürzung dar. Es ist die häufigste Nebenwirkung, dass wegen verkürzter Arbeitszeiten der Lohn zurückgeht. Zudem wird beobachtet, dass Arbeitgeber trotz der verkürzten maximalen Arbeitszeit keine zusätzlichen Arbeitskräfte einstellen, so dass vorhandene Mitarbeiter stärker belastet werden.

Angesichts solcher Fälle verlängerte die Regierung die Gnadenfrist für die neue maximale Wochenarbeitszeit auf sechs Monate. In diesem Zeitraum wird die Verletzung des neuen Arbeitszeitsystems nicht bestraft. Arbeitnehmerkreise protestierten jedoch dagegen.

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