Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der niedrigen Geburtenrate präsentiert

erstellt: 2018-07-05

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Das präsidiale Komitee für alternde Gesellschaft und Bevölkerungspolitik hat am Donnerstag ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der niedrigen Geburtenrate vorgelegt.

Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zur Entlastung bei der Geburt und Kinderaufzucht sowie zur Verbesserung der Lebensqualität. Dazu zählen die Reduzierung der Medizinkosten, die Erweiterung der Kinderbetreuung und die Verkürzung der Arbeitszeit der Eltern. Zudem wird die Unterstützung für nichteheliche Geburten und Geburten bei Ehen ohne Trauschein verstärkt.

Das Komitee gab vor der Presse Kernaufgaben für die Schaffung eines Landes bekannt, in dem man glücklich arbeiten und Kinder großziehen kann. Für Säuglinge im ersten Lebensjahr wird der Eigenbeitrag für eine von der öffentlichen Krankenversicherung gedeckte ambulante Behandlung deutlich unter die Hälfte reduziert. Den öffentlichen Kinderbetreuungsdienst können mehr Haushalte in Anspruch nehmen. Die Einkommensgrenze hierfür wird von derzeit 4,42 Millionen Won (knapp 3.950 Dollar) im Monat auf 5,53 Millionen Won (4.940 Dollar) erhöht. Für den Dienst werden etwa 20.000 zusätzliche Arbeitskräfte beschäftigt.

Gleichzeitig werden stärkere Fördermaßnahmen für die Eltern angeboten. Wer ein Kind im Alter von bis zu acht Jahren hat, kann bis zu zwei Jahre lang eine Stunde weniger am Tag arbeiten, ohne dass der Lohn reduziert wird. Die Obergrenze des Zuschusses für einen Mann, der nach seiner Frau die Elternzeit in Anspruch nimmt, in den ersten drei Monaten soll von zwei Millionen Won (1.785 Dollar) im Monat auf 2,5 Millionen Won (2.232 Dollar) steigen. Das Höchstalter für die Zuschüsse für die Kindererziehung bei Alleinerzieher-Familien wird von 14 auf 18 Jahre erhöht. Die Summe soll von 130.000 Won (116 Dollar) im Monat auf 170.000 Won (152 Dollar) steigen.

Die Regierung will für die Umsetzung dieser Maßnahmen 900 Milliarden Won (804 Millionen Dollar) einsetzen.

Die Geburtenrate in Südkorea entspricht fast dem niedrigsten Niveau in der Welt. Die zusammengefasste Geburtenziffer betrug letztes Jahr 1,05 Kinder je Frau. Es wurden 358.000 Kinder geboren. Dieses Jahr wird sich die Lage voraussichtlich noch verschlechtern. Es wird erwartet, dass die Geburtenrate unter 1,0 Kinder fällt und die Zahl der Neugeburten etwa 320.000 beträgt.

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