Arbeitnehmer und -geber schlagen Mindestlohn für nächstes Jahr vor

erstellt: 2018-07-06

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Es wird ein steiniger Weg erwartet, bis eine Einigung über den gesetzlichen Mindestlohn im kommenden Jahr erzielt wird.

Die Vertreter der Arbeitnehmer und -geber gaben bei einer Plenarsitzung der Mindestlohnkommission am Donnerstag ihre Forderungen bekannt. Lee Sung-kyung, Generalsekretär des Gewerkschaftsdachverbandes FKTU, teilte die Entschlossenheit mit, im kommenden Jahr einen Mindestlohn von 10.000 Won pro Stunde zu verwirklichen. Er schlug vor, den Mindestlohn um 43,3 Prozent vom diesjährigen Niveau von 7.530 Won (6,72 Dollar) auf 10.790 Won (9,63 Dollar) anzuheben. Dagegen schlugen die Vertreter der Arbeitgeber vor, den Mindestlohn bei 7.530 Won zu belassen.

Die Arbeitnehmerkreise berücksichtigen bei ihrem Vorschlag die Notwendigkeit, einen Rückgang der erwarteten Einkünfte von Arbeitern wegen der geänderten Berechnungsmethode für den Mindestlohn auszugleichen. Die Gewerkschaften hatten aus Protest gegen die Änderung der Berechnungsmethode die Sitzungen der Kommission zunächst boykottiert und waren später zurückgekehrt. Der neuen Methode zufolge werden reguläre Boni und Gehaltsnebenleistungen beim Erreichen einer bestimmten Höhe in die Berechnung des Mindestlohns miteinbezogen. Die Gewerkschaften leisteten Widerstand, weil damit der Effekt der Anhebung des Mindestlohns in erheblichem Maße ausgeglichen werde. Sie behaupten zudem, dass der diesjährige Mindestlohn die Lebenshaltungskosten der Arbeiter nicht decke.

Die Unternehmerkreise betonten dagegen, dass der Mindestlohn dieses Jahr zu stark angehoben worden sei, und verlangten die Einfrierung. Kleinhändler und -betriebe sowie Selbstständige, die ohnehin stark davon betroffen seien, dürften nicht zusätzlich belastet werden, heißt es. Sie verlangen zudem einen Mindestlohn für die jeweiligen Geschäftsarten, um Kleinhändler und -betriebe sowie Selbstständige zu entlasten. Die Gewerkschaften haben die Forderung jedoch bisher nicht akzeptiert und wollen dies auch künftig nicht tun.

Beide Seiten werden auf der Grundlage ihrer Vorschläge verhandeln, die Vertreter des öffentlichen Interesses werden vermitteln. Die Frist für die Festsetzung des Mindestlohns im kommenden Jahr läuft am 14. Juli aus, eine fristgemäße Einigung erscheint jedoch angesichts der erheblichen Differenzen unwahrscheinlich.

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