Handelskrieg zwischen USA und China beginnt

erstellt: 2018-07-06

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Ein Handelskrieg zwischen den USA und China hat begonnen. Die USA verhängten hohe Zölle auf chinesische Produkte. Südkorea fürchtet beträchtliche Schäden.

Hohe Einfuhrzölle der USA auf Produkte aus der Volksrepublik traten um 0.01 Uhr des heutigen Freitags (Ortszeit) und um 13.01 Uhr koreanischer Zeit automatisch in Kraft. Davon sind Importe aus China im Wert von 50 Milliarden Dollar betroffen. Zunächst wird ein 25-prozentiger Zoll auf 818 Produktarten im Wert von 34 Milliarden Dollar belegt. Dazu zählen unter anderem Produkte hochmoderner Technologien wie IT-Produkte, Elektroautos und Roboter, in die China intensiv investiert. Zusätzlich wird ein Zoll auf 284 Artikel im Wert von 16 Milliarden Dollar binnen zwei Wochen festgelegt. Hohe Einfuhrzölle werden chinesische Waren deutlich verteuern, was Exporte der Volksrepublik in die USA de facto unmöglich machen wird. Peking will seinerseits mit Zöllen im selben Umfang reagieren.

Der Handelskrieg zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten der Welt wird voraussichtlich der Weltwirtschaft einen großen Schock versetzen. Auch Südkorea wird die Folgen des Konflikts zu spüren bekommen, da seine Wirtschaft stark vom Export abhängig ist und die USA und China die beiden größten Abnehmer koreanischer Produkte sind. Laut ausländischen Medien rangiert Südkorea auf Platz sechs unter zehn Ländern, die am härtesten vom Handelskrieg zwischen den USA und China betroffen sein würden. Business Inside ging davon aus, dass Südkoreas Exportschlager direkt bedroht seien. Das sind elektronische Produkte, Fahrzeuge, Stahlprodukte sowie Schiffe. Noch größere Schäden wurden für Luxemburg, Taiwan, Slowakei, Ungarn und Tschechien prognostiziert.

Das südkoreanische Ministerium für Handel, Industrie und Energie erwartete jedoch, dass der Effekt des Handelskriegs zwischen den USA und China für Südkoreas Exporte begrenzt sein werde. Industrieminister Paik Un-gyu teilte mit, dass die Situation gründlich überwacht werde. Er betonte die Notwendigkeit, für die Reduzierung der Einflüsse auf die einheimische Wirtschaft und Unternehmen auf ein Mindestmaß gründliche Vorbereitungen zu treffen. Laut einer Prognose eines staatlichen Forschungsinstituts würden die Ausfuhren nach China und in die USA als Folge der gegenseitigen Zollauferlegung beider Länder jeweils um 190 Millionen und 500 Millionen Dollar schrumpfen.

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