Südkorea, USA und Japan wollen bis zur Denuklearisierung Sanktionen gegen Nordkorea aufrechterhalten

erstellt: 2018-07-09

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Die Außenminister Südkoreas, der USA und Japans haben betont, dass die Sanktionen gegen Nordkorea bis zu einer vollständigen Denuklearisierung aufrechterhalten würden.

Die Chefdiplomaten der drei Länder kamen am Sonntag in Tokio zusammen. Dabei informierte US-Außenminister Mike Pompeo seine Kollegen über die Ergebnisse der hochrangigen Gespräche während seines Besuchs in Nordkorea am Freitag und Samstag. Die drei Minister bekräftigten erneut die Position, für eine vollständige Denuklearisierung Nordkoreas unbeirrt zu kooperieren.

Pompeo sagte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz, dass es bei seinem Besuch in Nordkorea Fortschritte gegeben habe. Nordkorea habe die Zusage für eine vollständige Denuklearisierung erneut bestätigt. Jedoch hieß es zugleich, dass die Nordkorea-Sanktionen bestehen bleiben würden, bis eine endgültige und vollständig überprüfte Denuklearisierung erfolge, der auch der Vorsitzende Kim Jong-un zugestimmt habe. Die Fortschritte in den Gesprächen zwischen Nordkorea und den USA seien ermutigend, Fortschritte alleine rechtfertigten jedoch nicht die Lockerung der Sanktionen.

Es wird davon ausgegangen, dass die Ergebnisse des Nordkorea-Besuchs des US-Außenministers nicht nur positiv sind. Pompeo sagte zwar, dass beide Seiten produktive und gutgemeinte Verhandlungen geführt hätten. Jedoch meinen Beobachter, dass keine sichtbaren Früchte geerntet worden seien. Nordkorea und die USA einigten sich, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die eine konkrete Umsetzung der gemeinsamen Erklärung beim USA-Nordkorea-Gipfel besprechen wird. Jedoch wurden Angelegenheiten wie die Rückführung der sterblichen Überreste von US-Soldaten und die Schließung eines nordkoreanischen Testgeländes für Raketentriebwerke auf spätere Diskussionen verschoben. Zudem kam kein Treffen zwischen Pompeo und Machthaber Kim Jong-un zustande.

Das nordkoreanische Außenministerium warf nach Pompeos Besuch den USA vor, eine einseitige und räuberische Forderung nach der Denuklearisierung vorgelegt zu haben. Pompeo wies die Kritik zurück und sagte, sollten die Forderungen der USA gangsterartig sein, sei die Welt ein Gangster. Er verwendete zudem erneut den Ausdruck des maximalen Drucks, nachdem er eine Weile darauf verzichtet hatte. Pompeo empfiehlt zugleich Nordkorea, sich Vietnam zum Vorbild zu nehmen, das nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit den USA im Jahr 1995 den Weg des Gedeihens beschreitet. Damit legte Pompeo sowohl Peitsche als auch Zuckerbrot vor, während ein steiniger Weg bei den Verhandlungen über die nukleare Abrüstung Nordkoreas befürchtet wird.

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